Energiesparen in der Küche © electriceye/Fotolia

Energiespartipps für die Küche

Grüner kochen

Strom sparen in der Küche – das geht einfacher, als Sie denken. Mit ein paar grundsätzlichen Überlegungen und Tricks können Sie Ihren derzeitigen Energiebedarf um bis zu 40 Prozent reduzieren – ohne auf Komfort zu verzichten. 

Circa 30 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs entfallen in einer Durchschnittsfamilie auf den Küchenbereich. Reichlich Strom verbrauchen sämtliche Küchengeräte sowie Beleuchtung und Unterhaltungselektronik. Sparen können Sie schon bei der Planung durch clevere Auswahl Ihrer Geräte. Das gilt für Kühltechnik, Kochen und Backen, Dunstabzug sowie Geschirrspüler. 

Fangen wir mit den Energiefressern an: den Kühlgeräten. Die laufen das ganze Jahr ohne Pause und müssen große Temperaturunterschiede ausgleichen. Bei der Wahl neuer Geräte werden Sie von Ihrem Küchenplaner garantiert auf die Energieeffizienzklassen angesprochen. Sämtliche Geräte, die Ihnen auf Ihrer Suche begegnen, tragen ein sogenanntes Energielabel. Es gibt Auskunft über den exakten Stromverbrauch sowie die Eingruppierung in die jeweilige Effizienzklasse. Diese reichen bei Kühlgeräten von A+++ (höchste Effizienzklasse) bis zu längst indiskutablen Geräten der Klasse G. Ihre Wahl sollte sich auf jeden Fall zwischen Geräten abspielen, die mindestens ein Plus hinter dem A aufweisen. 

Als Faustrechenregel gilt: Jedes + mehr spart ca. 25 Prozent Energie im Vergleich zum Gerät mit einem + weniger. Bei den heutigen Strompreisen amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten für das effizientere Gerät nach vier bis sechs Nutzungsjahren locker.

Dasselbe gilt für Ihren Herd sowie den Backofen. Hier werden die Geräte zwischen D und A+++ klassifiziert. Auch wenn Ihr Kochbetrieb selten länger als zwei Stunden am Tag dauert, lohnt sich die Entscheidung für ein Energiespargerät, denn Kochen und Backen verbrauchen aufs Jahr gerechnet annähernd so viel Energie wie der Kühlschrank.

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Energielabel © arturbauerblog/Fotolia

Energielabel

Das EU-Energielabel zeigt die Energieeffizienzklasse des Gerätes an. Die Klassen sind mit Buchstaben beschrieben, wobei „G“ die schlechteste Klasse ist und „A+++„“ die beste. So ist für jeden schnell ersichtlich, ob es sich um ein stromsparendes Gerät handelt.

Vorsicht Falle: Ein A+-Geschirrspüler ist ein Stromprasser, eine C-Dunstabzugshaube nicht

Geschirrspüler sind ebenfalls klassifiziert, jedoch werden derzeit nur drei Geräteklassen angeboten: A+, A++ und A+++. Somit kaufen Sie mit einem A+-Gerät eine echte Stromschleuder. Grundsätzlich können Sie den Energiebedarf Ihres Geschirrspülers reduzieren, wenn Sie ihn ans Warmwassernetz anschließen – das spart das Temperieren des Spülwassers. Ob das bei Ihrer Anschlusskonstellation sinnvoll ist, können Sie mit Ihrem Küchenplaner klären. Auf dem Energielabel der Spülmaschine sind drei weitere Pflichtangaben wichtig für Ihre Entscheidung. Das sind Wasserverbrauch, Trocknungswirkung und Lautstärke. 

Dunstabzugshauben werden erst seit 2015 obligatorisch mit Energielabel verkauft. Zurzeit reicht die Klassifizierung von A+ bis G, das heißt also, dass ein Gerät der Effizienzklasse C durchaus noch als akzeptabel vom Verbrauch her anzusehen ist.

Induktion auch in puncto Energie einsame Spitze

Auch beim Kochen können Sie ohne großen Aufwand Energie sparen. Dazu sind vor allem Töpfe und Pfannen mit guter Wärmeübertragung zu empfehlen: Als ideal gelten Edelstahltöpfe mit Sandwichböden. Bei diesen ist die Wärmeübertragung in den Topfboden besonders effektiv. Auch mit Teflonpfannen können Sie auf dem Küchenherd Energie sparen. Diese benötigen im Vergleich zu Emailletöpfen und -pfannen nur rund 75 Prozent der Energie beim Kochen und Braten. Omas alte verbeulte Töpfe und billige Camping-Alutöpfe sollten Sie daher aus der Küche verbannen. Auch die Wahl des Kochfeldes hat großen Einfluss auf Ihre Energiebilanz. Induktion ist hierbei zu bevorzugen: Ein Induktionsherd produziert nur Hitze, wo sie gebraucht wird, nämlich im Kochgut. Die Fläche unterm Topf wird dabei nur mäßig heiß.

Zehn weitere Energiespartipps für die Küche

  • Verwenden Sie wo möglich LED-Leuchtmittel: Die sparen bis zu 90 Prozent Energie im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln.
  • Verzichten Sie weitestgehend auf das Vorheizen des Backofens. Lediglich für Speisen mit einer krossen Kruste ist Vorheizen sinnvoll, ansonsten dient dies bloß der besseren Einhaltung der Zeitangaben im Rezept. Die meisten Speisen gelingen ebenso gut ohne Vorheizen und Sie sparen neben der Energie auch noch Zeit.
  • Nutzen Sie Ihre Geschirrspülmaschine konsequent. Im Gegensatz zum Abspülen per Hand spart ein Geschirrspüler mit Energiesparklasse A+++ ungefähr 75 Prozent an Wasser und 50 Prozent an Stromkosten. Geschirr sollten Sie nicht vorspülen, wenn Sie eine Geschirrspülmaschine haben. Die Geräte können auch starke Verschmutzungen lösen.
  • Wählen Sie beim Spülen das richtige Reinigungsprogramm. Für leicht verschmutztes Geschirr reichen Kurzprogramme. Verzichten Sie zudem möglichst auf Vollprogramme und nutzen Sie bei normal verschmutztem Geschirr die Spar- und Eco-Programme, damit sparen Sie bis zu 30 Prozent Energie.
  • Schalten Sie die Spülmaschine nur an, wenn diese auch voll ist.
  • Ein Eierkocher spart im Vergleich zum Herd circa 50 bis 60 Prozent an Stromkosten. Ähnliches gilt für den Wasserkocher.
  • Die Temperatur im Kühlschrank liegt optimal bei 7 °C und bei -18 °C im Gefrierfach. Abweichungen erhöhen die Lebensdauer von Lebensmitteln nicht wesentlich und kosten erheblich mehr Strom. Stellen Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank, das Runterkühlen kostet 20 Prozent mehr Strom!
  • Gefrierfach überprüfen und regelmäßig abtauen. Sind die Wände vereist, frisst das doppelt so viel Energie.
  • Stellen Sie die Kühlgeräte nicht direkt neben den Herd oder auf die Sonnenseite Ihrer Küche – das kostet in unseren Breitengraden bis zu 30 Prozent mehr Energie. 
  • Wenn Sie längere Zeit nicht zu Hause sind, lassen Sie Ihre Geräte nicht im Stand-by-Modus, sondern schalten Sie diese komplett aus.

Energieberatung: Teil einer guten Küchenplanung

Mit den nützlichen Alltagstipps lässt sich natürlich Energie sparen. Ein Gros lässt sich aber schon bei der Planung erreichen. Machen Sie einen großen Bogen um Stromfresser. Das hilft Ihnen, dauerhaft eine Menge Strom zu sparen. Der MHK-Experte Dirk Schläfer, Inhaber eines Küchen-Fachgeschäftes in Mainz, rät: „Der Energie- und Nachhaltigkeitsgedanke ist vielen Kunden ein ernstes Anliegen. Daher raten wir besonders bei der Geräteausstattung zu Geräten mit hervorragender Energiebilanz – dieses Mehr an Investition amortisiert sich in der Regel bereits nach wenigen Jahren.“ Nutzen Sie den Erfahrungsschatz und das Know-how ausgebildeter Fachleute und lassen Sie sich bei der Küchenplanung über die effizientesten Energiesparmöglichkeiten in Ihrer Küche beraten. So sparen Sie auf lange Sicht gesehen bares Geld und schonen die Umwelt – so kocht es sich noch mal schöner.

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