Induktionskochfeld auf der verschiedene Gerichte kochen

Die größten Irrtümer über Induktion

Der Absatz von Induktionskochfeldern ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Das ist wenig überraschend, da Kochen mit Induktion einem elektrischen Ceranfeld oder einem Gaskochfeld in nichts nachsteht. Ganz im Gegenteil: Induktion bietet Vorteile, die andere Kochfelder nicht haben. So ist es die sicherste Variante, da sich der Topf erhitzt und nicht die Ceranplatte selbst. Diese wird durch die abstrahlende Hitze vom Topf nur minimal erwärmt. Verbrennungen an der heißen Platte sind somit – anders als bei herkömmlichen Ceranfeldern – ausgeschlossen. Auch die Tatsache, dass übergekochtes Essen nicht einbrennt, macht Induktion im Vergleich viel pflegeleichter. Trotzdem gibt es immer noch einige Irrtümer über Induktion, die wir im Folgenden aufklären wollen.

Übrigens: Kochen mit Induktion funktioniert auch durch Küchenkrepp oder Zeitungspapier. Das Küchenkrepp wird zwischen Platte und Topf gelegt und wenn etwas überläuft, wird es direkt aufgesaugt. So hat man angeblich weniger Arbeit mit dem Wischen der Kochplatte, was aber nicht der Fall ist. Denn da die Kochstelle nicht heiß wird, können übergekochte Soßen gar nicht erst einbrennen. Das induktive Kochen durch Küchenkrepp ist höchstens ein witziges Gimmick für die nächste Küchenparty, aber nicht notwendig.

Die sechs Irrtümer über Induktion

  • Induktion sendet gefährliche Strahlung aus
  • Induktionskochfelder sind sehr teuer
  • Das Kochgeschirr muss neu gekauft werden
  • Das Kochen mit Gas funktioniert besser
  • Der Einbau ist aufwendig
  • Mit dem Induktionskochfeld lassen sich Handys aufladen 

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Irrtum Nr. 1: Strahlen von Induktion sind gefährlich

Viele Menschen machen sich Gedanken um ihre Gesundheit – auch beim Thema Induktion. Immer noch herrscht der Irrglaube, Induktionskochfelder seien schädlich. Zwar erzeugt die Spule ein magnetisches Strahlungsfeld, dieses ist aber in der Regel zu klein, um Zellen im menschlichen Körper zu schädigen. Sie sollten bei der Nutzung eines Induktionskochfeldes darauf achten, dass der Topf mittig auf der Kochzone steht. Steht er etwas daneben, erhöht sich die Abstrahlung merklich. Auch sollte Sie bei der Platzierung des Topfes auf einen Mindestabstand zur Vorderkante des Herdes achten – fünf bis zehn Zentimeter empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz. Menschen mit Herzschrittmachern wird zur Vorsicht geraten, da die Strahlung die Gerätefunktion beeinflussen kann. Das sollte auf jeden Fall mit einem Arzt abgeklärt werden. Für alle anderen gilt: Keine Angst vor Induktion. Wenn die Kochfelder sachgemäß genutzt werden, geht von ihnen keine schädliche Strahlung aus.

Irrtum Nr. 2: Induktionsfelder sind sehr teuer

Induktionsfelder sind gar nicht so eine moderne Technik, wie Sie vielleicht denken. Bereits in den 70er kamen die ersten Induktionsherde in den USA auf den Markt. Damals waren die Geräte noch sehr teuer und bis heute hält sich das Gerücht, dass man für ein Induktionskochfeld mehr zahlen muss als für ein elektrische Cerankochfeld. Das ist falsch! Durch moderne Produktionstechniken sind die Preise über die Jahre gefallen, Induktion ist heute erschwinglich. Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2015 die Preise miteinander verglichen und kam zu dem Ergebnis, dass es keine großen Preisdifferenzen gibt: Ein Induktionsfeld gibt es bereits ab circa 300 Euro, ein Cerankochfeld ab circa 280 Euro. Da beim Kochen mit der Induktionsmethode zusätzlich Energie gespart wird, ist der Preisunterschied de facto hinfällig.

Zeichen für Induktion © Kakapo/Fotolia

Irrtum Nr. 3: Kochgeschirr muss neu gekauft werden

Sobald es bei der Küchenplanung zum Thema Kochfelder kommt, schrecken viele vor Induktion zurück. „Da muss ich mir neue Töpfe kaufen, das lohnt sich nicht“, ist oft das Argument gegen ein modernes Induktionskochfeld. Dabei ist es in den seltensten Fällen tatsächlich notwendig, neues Kochgeschirr zu kaufen. Heutzutage sind die meisten Töpfe induktionsfähig. Das bedeutet, dass der Boden mit einer Schicht aus ferromagnetischem Material ausgestattet sind. Diese Schicht nimmt die Wirbelströme des Kochfeldes auf und wandelt sie in Wärme um. Am Topfboden befinden sich zusätzlich Zeichen, die anzeigen, für welche Kochstelle das Geschirr geeignet ist. Das Zeichen für Induktion ist eine dreifach geschwungene Spule (Bild rechts). Tipp: Wenn auf Ihren Töpfen keine Zeichen zu sehen sind, können Sie die Induktionstauglichkeit auf andere Weise prüfen. Halten Sie einfach einen Magneten von außen an den Topfboden: Hält der Magnet, dann ist der Topf mit ferromagnetischem Material hergestellt und kann für Induktion genutzt werden.

Irrtum Nr. 4: Kochen mit Gas ist besser als mit Induktion

Kochen mit Gas war lange Zeit das Nonplusultra – vor allem für Profiköche. Denn Gaskochfelder sind schnell erhitz- und stufenlos regulierbar. Zudem wurde es lange für die energieeffizienteste Methode gehalten: Wenn das Kochfeld abgestellt ist, wird auch keine Energie mehr verbraucht. In Wirklichkeit sind Induktionskochfelder aber effizienter als Gaskochfelder. Bei Induktion wird nur dort Wärme erzeugt, wo sie gebraucht wird, nämlich punktuell im Topfboden und nicht wie bei anderen Kochfeldern auf der Kochplatte. Bei Gaskochfeldern wird außerdem eine große Menge an Energie an die Umgebung abgegeben, die so verloren geht. Auch die Ankochzeit bei Induktion ist faktisch am kürzesten. Zwei Liter Wasser werden auf einem Induktionskochfeld in nur fünf Minuten von 15 auf 90 Grad erhitzt. Eine vergleichbare Gaskochstelle benötigt dagegen doppelt so lange.

Tipps vom Profi: Induktion

Irrtum Nr. 5: Einbau des Induktionsfeldes ist aufwendig

Ganz viel Technik, die endlos Platz in der Küche benötigt? Auf ein Induktionskochfeld trifft das – entgegen dem Glauben vieler – nicht zu. Sie sind leichter zu verbauen, als angenommen wird. Der Einbau ist vergleichbar mit dem eines elektrischen Cerankochfeldes, sie lassen sich entweder in Kombination mit einem Backofen oder als autarkes Kochfeld einbauen. Von bündig über in einen Stahlrahmen eingelassen bis zu aufgesetzt sind die Einbauweisen vielfältig realisierbar. Die Standard-Stärke bei Arbeitsplatten von 40 mm reicht für den Einbau der meisten Induktionskochfelder aus. Bei vielen Modellen steht das Kochfeld dann allerdings unten ein wenig heraus, weshalb ein Zwischenboden eingelassen werden muss, damit es nicht zufällig von unten berührt werden kann.

Irrtum Nr. 6: Mit dem Kochfeld lassen sich Handys aufladen

Immer mehr Smartphones lassen sich drahtlos via Induktion aufladen. Da stellt sich nach einem kurzen Blick auf das Kochfeld die Frage: Kann man den Akku auch hierüber laden? Nach dem Motto: Induktion gleich Induktion? Das wäre natürlich super, denn das Kochfeld ist schon in der Küche eingebaut, der Zukauf einer Induktions-Ladestation für das Handy entfällt und man hätte Geld gespart. Findige Geister im Netz haben das bereits ausprobiert und festgestellt: Das Handy erkennt zwar das Signal des (ausgeschalteten) Induktionskochfeldes, aber eine Ladung des Akkus findet nicht statt. Die Mechanismen sind zwar ähnlich, aber nicht aufeinander ausgerichtet. Denn die maximale Leistung einer induktiven Ladestation für das Handy beträgt 120 Watt, ein Kochfeld kann dagegen bis zu 2000 Watt Leistung abrufen. Das Magnetfeld des Induktionsherdes würde in angeschaltetem Zustand das Smartphone eher zerstören, als es tatsächlich zu laden. Deshalb sei an dieser Stelle gesagt: Nicht zuhause nachmachen!

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