Offen stehender Kühlschrank

Die größten Irrtümer über Kühlschränke

In 99,9 Prozent aller Haushalte steht – laut statistischem Bundesamt – ein Kühlschrank. Doch leider ist das Wissen um diesen praktischen Helfer in der Küche längst nicht so weit verbreitet und es sind viele Mythen und Falschinformationen in Bezug auf die richtige Nutzung und den Energieverbrauch im Umlauf. Damit Sie Ihren Kühlschrank richtig nutzen, wollen wir Sie im Folgenden über die größten Irrtümer aufklären.

Irrtum Nr. 1: Der Stromverbrauch bleibt immer gleich, egal wie voll der Kühlschrank ist

Die meisten Kühlschrankbesitzer machen sich über den Energieverbrauch eines Gerätes nur dann Gedanken, wenn eine Neuanschaffung bevorsteht. Denn, so ein weit verbreiteter Irrglaube, einmal in Betrieb, verbraucht das Kühlgerät immer konstant die gleiche Menge Energie. In Wirklichkeit ist der Energiebedarf aber stark davon abhängig, wie der Kühlschrank benutzt wird und wie voll er ist. Nun könnte man zunächst denken, dass der Verbrauch um so geringer ist, je weniger Lebensmittel gekühlt werden müssen. Dabei ist das Gegenteil richtig: Je voller der Kühlschrank, um so weniger Strom verbraucht er. Dies liegt schlicht daran, dass die meiste Energie verloren geht, wenn das Gerät geöffnet wird. Dabei entweicht kalte Luft, warme Luft strömt in den Kühlraum und diese muss anschließend wieder herunter gekühlt werden. Bei einem gut gefüllten Kühlschrank ist die ausgetauschte Luftmenge, die wieder herunter gekühlt werden muss, deutlich geringer. So sinkt langfristig auch der Energieverbrauch. 

Irrtum Nr. 2: Regelmäßiges Abtauen ist ein Muss

Dies ist eine weit verbreitete Annahme, die aber mittlerweile auch zu den zahlreichen Mythen rund um den Kühlschrank zählt. Denn regelmäßig abtauen müssen Sie eigentlich nur noch ältere Kühlschränke. Moderne Geräte sind meist mit einer Low- oder No-Frost-Funktion ausgestattet, die das Abtauen für Sie übernimmt. Beide Technologien verringern mit Hilfe eines Umluftsystems die Luftfeuchtigkeit im Inneren des Gerätes und leiten diese anschließend in einen sogenannten Verdampfer. So bleibt im Kühl- beziehungsweise Gefrierraum kaum Feuchtigkeit, die zu Vereisung führen könnte, übrig. Und während sich in Low-Frost-Geräten mitunter eine sehr dünne Eisschicht bilden kann, kommt es bei No-Frost-Modellen zu überhaupt keiner Eisbildung mehr. Allerdings haben letztere einen höheren Energiebedarf. Letzten Endes ist es Ihre Entscheidung, ob Sie die Häufigkeit des Abtauens mit Low-Frost deutlich verringern, oder ob Sie diese lästige Tätigkeit ganz abschaffen, aber dafür ein wenig mehr Strom zahlen.

Irrtum Nr. 3: Je kälter der Kühlschrank, umso besser

Viele Verbraucher sind der Überzeugung, dass Lebensmittel länger halten, je kälter der Kühlschrank eingestellt ist. Woher diese Fehleinschätzung kommt, lässt sich kaum nachvollziehen. Wahrscheinlich ist es einfach die Meinung: Viel hilft viel. Fest steht: Die optimale Lagertemperatur für die meisten Lebensmittel liegt bei etwa 5 bis 7 Grad Celsius. Alles, was darunter liegt, ist reine Strom- und damit auch Geldverschwendung. Wenn Sie die verschiedenen Lebensmittel jeweils perfekt kühlen möchten, empfiehlt sich ein Kühlgerät mit verschiedenen Kältezonen und Kaltlagerfächern. Dabei sollten Sie besonders auf eine Null-Grad-Zone achten, denn bei dieser Temperatur bleiben bestimmte Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Obst oder Gemüse bis zu dreimal länger frisch. Wichtig ist auch, dass das entsprechende Gerät über Messfühler in jeder Zone verfügt, damit die einmal eingestellte Temperatur konstant gehalten wird. So haben Sie für alle Lebensmittel die jeweils perfekte Lagertemperatur. 

Frischebox im Kühlschrank

Null-Grad-Zonen im Kühlschrank, wie die Freshbox von AEG, verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln, doch nicht alles gehört dort hinein. Kartoffeln und Zwiebeln sollte man beispielsweise besser dunkel und bei Zimmertemperatur lagern.

Irrtum Nr. 4: Im Kühlschrank bleibt alles länger frisch

In nicht wenigen Haushalten hält sich nachhaltig der Irrtum, dass grundsätzlich alle Lebensmittel im Kühlschrank gelagert werden sollten, um länger frisch zu bleiben. Zwar ist es richtig, dass viele – insbesondere leicht verderbliche – Produkte von der Lagerung im Kühlschrank profitieren, doch das gilt längst nicht für alle. Ein ganze Reihe von Obst- und Gemüsesorten sind kälteempfindlich und verderben deutlich schneller, wenn man sie im Kühlschrank aufbewahrt. Insbesondere Äpfel, Bananen und Zitrusfrüchte, aber auch Tomaten, Zwiebeln oder Kartoffeln sollten vielmehr geschützt vor Licht und vor allem bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Im Zweifelsfall hilft Ihnen Ihr Gemüsehändler vor Ort sicher gerne weiter, wenn Sie sich über die optimale Lagerung Ihrer Einkäufe informieren wollen.

Irrtum Nr. 5: Im Kühlschrank sterben Bakterien ab

Auch diese häufig vertreten These ist leider rundherum falsch. Denn Bakterien sind viel robuster als viele denken und können sich auch im Kühl- – und sogar im Gefrierschrank – vermehren. Zwar läuft die Vermehrung dieser Krankheitserreger in kalter Umgebung deutlich langsamer ab als bei Zimmertemperatur, vollständig verhindert wird sie aber nicht. Hygieneexperten raten daher dazu, den Kühlschrank regelmäßig zu reinigen. Eine einfache Reinigung mit heißem Wasser, einem Spritzer Essig und einem sauberen, möglichst frisch gewaschenem Lappen reicht dabei völlig aus. Die Verwendung von Desinfektionsmittel ist nicht nötig. Damit würden Sie nur mit Kanonen auf Spatzen schießen.

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