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Die größten Irrtümer über selbstreinigende Backöfen

Kuchen backen, Aufläufe zubereiten oder an Weihnachten einen Gänsebraten in die Röhre schieben: Die Einsatzmöglichkeiten eines Backofens sind vielfältig. Doch gerade wer ihn gern und häufig nutzt weiß, dass im Anschluss Saubermachen angesagt ist. Ob Teigreste, von der Pizza getropfter Käse oder Fettspritzer: Am besten entfernt man den Schmutz gleich, ehe er verkrustet oder einbrennt. Den Backofen zu putzen ist eine lästige und zeitraubende Angelegenheit, die moderne Geräte deutlich erleichtern können.

Pyrolyse heißt die Technik, mit der immer mehr Backöfen ausgestattet sind. Sie beruht darauf, dass das Gerät auf etwa 500 Grad erhitzt wird, wodurch die Verschmutzungen im Innenraum zu Asche zerfallen. Der Vorgang dauert – je nach Grad der Verschmutzung – zwischen einer und drei Stunden. Im Anschluss lässt sich die Asche mit einem feuchten Tuch entfernen und der Backofen ist wieder (fast) wie neu.

Noch immer sind allerdings zahlreiche Mythen und Irrtümer zum Thema Pyrolyse im Umlauf, die wir an dieser Stelle aufklären möchten.

Pyrolyse-Backofen von Neff

Nach der Pyrolyse bleibt nur ein wenig Asche im Backofen zurück, die mit einem feuchten Tuch weggewischt werden kann.

Irrtum Nr. 1: Pyrolyse ist schlecht für die Umwelt

Damit die Pyrolyse ihre volle Wirkung entfalten kann, müssen hohe Temperaturen erreicht werden. Dafür wird natürlich Energie in Form von Strom benötigt. Doch die tatsächlich benötigten Kilowattstunden halten sich in Grenzen. Hinzu kommt, dass bei der Reinigung mit Pyrolyse komplett auf den Einsatz chemischer Putzmittel verzichtet werden kann. Wer aufgrund des Stromverbrauchs dennoch Bedenken hat, kann sich alternativ für einen selbstreinigenden Backofen mit Katalyse entscheiden. Dieser verfügt über eine besondere Beschichtung aus Emaille oder Keramik, der zusätzlich Metalloxide beigemischt wurden. Dies bewirkt, dass Fettspritzer und Essensreste an den Backofenwänden keinen Halt finden und sich demnach nicht festsetzen. Fettpartikel zerfallen bereits während des Backvorgangs. Der Nachteil: Die Beschichtung ist empfindlich und nutzt sich mit der Zeit ab. Chemische Reinigungsmittel und kratzige Schwämme sind darüber hinaus tabu.

Was viele nicht wissen: Pyrolyse-Backöfen sind besonders gut isoliert, wodurch der Stromverbrauch bei der normalen Benutzung geringer ist.

Irrtum Nr. 2: Pyrolyse ist gefährlich

Vielen Verbrauchern gefällt der Gedanke nicht, den Backofen so lange Zeit bei derart hohen Temperaturen laufen zu lassen. Was ist, wenn ein Familienmitglied ihn während des Reinigungsvorgangs öffnet? Hier haben die Hersteller vorgesorgt: In dem Moment, in dem das Programm gestartet wird, verriegelt sich die Backofentür automatisch. Bei manchen Modellen kann die Backofentür während der Pyrolyse allerdings sehr heiß werden. Lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten, welche Hersteller dieses Problem am besten in den Griff bekommen haben.

Pyrolyse-Backofen

Durch Erhitzen auf etwa 500 Grad werden Fettspritzer und Lebensmittelreste im Backofen mittels Pyrolyse zu Asche verbrannt.

Irrtum Nr. 3: Pyrolyse ist teuer

Hier gilt im Prinzip dasselbe wie beim Energieverbrauch. Ein Reinigungsvorgang verursacht etwa einen Euro Stromkosten – und man kann die Zeit, in der der Ofen sich selbst reinigt, anderweitig nutzen. Ein gutes Backofenspray, mit dem man tatsächliche Resultate erzielt, hat auch seinen Preis.

Backöfen mit Pyrolyse sind etwas teurer in der Anschaffung als vergleichbare Öfen ohne Selbstreinigungsfunktion. Backofen mit Katalyse sind günstiger als solche mit Pyrolyse.

Irrtum Nr. 4: Es gibt kaum Zubehör für Pyrolyse-Öfen

Wer sich für den Kauf eines selbstreinigenden Backofens entscheidet, sollte darauf achten, dass Zubehör wie Backbleche, Roste oder ausziehbare Schienen pyrolysefähig sind. Sonst müssen diese vor dem Vorgang entfernt und manuell gereinigt werden. Die großen Hersteller bieten inzwischen Zubehör an, das während der Pyrolyse im Backofen verbleiben kann. So wird das Backblech gleich mit gereinigt und muss nicht separat geputzt werden.

Irrtum Nr. 5: Während und nach der Pyrolyse riecht es in der Küche verbrannt

Wenn Lebensmittelreste bei hohen Temperaturen verbrannt werden, kann es schon mal zu einer Geruchsentwicklung kommen. Durch die gute Isolierung hält sich diese jedoch in Grenzen. Ein großer Vorteil besteht darin, dass der Backofen im Anschluss an die Selbstreinigung wirklich sauber ist. Es finden sich, anders als bei Öfen ohne Pyrolyse, keine Verschmutzungen, die sich bei jedem Backvorgang weiter einbrennen und unangenehme Gerüche verursachen.

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