Küche reinigen © Photographee.eu/Fotolia

Küche reinigen: Darauf kommt es an

Bis man sich an seiner neuen Küche erfreuen kann, hat man oft jede Menge Zeit mit der Planung, der Auswahl und dem Aufbau verbracht. Um so größer ist daher die Freude, wenn das gute Stück endlich fertig ist und in vollem Glanz erstrahlt. Aber eine Küche ist kein Ausstellungsstück, sondern Tag für Tag im Einsatz. Damit Ihre Traumküche möglichst lange ihren Glanz erhält und wie neu aussieht, wollen wir Ihnen im Folgenden einige Tipps für die richtige  Reinigung und Pflege geben.

Ganz generell gilt: Vermeiden Sie bei der Reinigung der Küche aggressive Chemikalien und Reinigungsmittel mit Scheuereffekt. Setzen Sie immer entweder nur auf Wasser oder ein Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch, welches möglichst sanft ist. Probieren Sie immer Ihr gewähltes Reinigungs- oder Pflegemittel an einer unauffälligen Stelle aus, um sicherzustellen, dass das entsprechende Mittel keine negativen Auswirkungen auf die edlen Oberflächen hat. Darüber hinaus gibt es je nach Material folgendes zu beachten:

Küche aus Holz

Holz

Das Naturprodukt Holz gehört zu den eher empfindlichen Oberflächen, bei denen falsches Putzen schnell die schicke Optik beeinträchtigen kann. Oberflächen aus Echtholz sollten daher möglichst schonend behandelt werden. Dazu gehört, dass Sie Flecken sofort mit einem feuchten – nicht zu nassen – Tuch entfernen. Lassen Sie nach Möglichkeit die Verschmutzung niemals eintrocknen. Handelt es sich um einen hartnäckigen Fleck, können ein wenig Neutralseife ins Wischwasser geben. Wichtig ist, beim Reinigen immer in Richtung der Holzfasern zu wischen. So verhindern Sie, dass das Holz unnötig angriffen wird. Da Holz Feuchtigkeit annimmt und bei Nässe aufquellen kann, ist es außerdem von entscheidender Bedeutung, dass Sie die Oberfläche nach dem Reinigen sorgfältig trocknen. 

Um das Holz auch langfristig zu erhalten, empfiehlt sich außerdem eine regelmäßige Behandlung mit Öl. Hier eignet sich besonders Leinöl, da es sehr gut ins Holz einzieht und schnell trocknet. Achten Sie beim Ölen darauf, dass es in Richtung der Holzmaserung eingearbeitet wird. Nach dem Vorgang sollten Sie dem Holz ausreichend Zeit geben zu trocken.

Übrigens: Dass Holz im Laufe der Zeit bei Lichteinwirkung seinen Farbton verändert, ist ein ganz normaler Vorgang, der den Charme des Naturmaterials mit ausmacht. Je nach Form Ihrer Küche und Anordnung Ihrer Fenster sollten Sie aber dringend darauf achten, dass die Einwirkung des Lichts gleichmäßig erfolgt. Eine Front, die mehrere Stunden am Tag direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist, wird deutlich schneller die Farbe ändern als eine, die lediglich mit indirektem Licht in Kontakt kommt. Langfristig kann dies dazu führen, dass ein Teil der Front heller ist als die übrige Küche. Hier genügt aber oft schon eine dünne Gardine oder ein Rollo, um diesen Effekt zu verhindern.

Naturstein Atlantis poliert © Strasser Steine

Stein

Neben Holz findet auch Stein als natürliches Produkt mehr und mehr Verwendung in der Küche. Insbesondere Arbeitsplatten aus Naturstein werden immer beliebter. Wie für alle Oberflächen gilt auch für Stein: Setzen Sie auf schonende Reinigung. Je nach Art des Steines sind die Oberflächen auch unterschiedlich empfindlich gegenüber Hitze oder mechanischen Einwirkungen. Während beispielsweise Granit extrem widerstandsfähig ist, sind Schiefer oder Marmor teils sehr anfällig in Bezug auf mögliche Kratzer oder Flecken. Und gerade Marmor leidet schnell unter dem Einfluss von Säuren. 

Um Ihre schicke Steinfläche langfristig zu schützen, empfiehlt es sich daher auf spezielle Reinigungsmittel zu setzen, die für die unterschiedlichsten Steinarten im Handel erhältlich sind. Neben der regelmäßigen Reinigung sollten Sie auch eine langfristige Versiegelung des Steines in Betracht ziehen. So verhindern Sie, dass Flüssigkeiten in die poröse Oberfläche des Steines eindringen und hässliche Flecken verursachen.

Küche mit Glasfronten

Glas

Glas ist sicher eines der unempfindlichsten Materialien für die Küche, hat aber den Nachteil, dass selbst kleinste Verschmutzungen sehr schnell zu sehen sind. Um die Küche im perfekten Glanz erstrahlen zu lassen, muss daher deutlich öfter gereinigt werden als bei anderen Materialien. Darüber hinaus ist aber keine weitere Pflege notwendig, um die Oberfläche langfristig zu erhalten. In der Regel genügt es, Glas mit reichlich Wasser – eventuell mit einem Spritzer Spiritus oder Essig – und einem weichen Lappen zu reinigen. Auch die üblichen im Handel erhältlichen Glasreiniger sind für die Pflege sehr gut geeignet. 

Verzichten sollten Sie auf alkalische Waschlaugen, Säuren und fluoridhaltige Reiniger, da diese die Oberfläche angreifen können. Auf die Entfernung hartnäckiger Verschmutzungen mit Stahlwolle, Rasierklingen oder ähnlichen sollten Sie ebenfalls verzichten, da hier immer die Möglichkeit besteht, dass die Glasoberfläche beschädigt wird. Dies gilt ganz besonders für satiniertes Glas, das deutlich empfindlicher ist als normale Glasflächen. Auch hier sollten nur Wasser und milde Reiniger zum Einsatz kommen.

Edelstahl-Arbeitsplatte in der Küche

Edelstahl

Edelstahl findet sich nicht mehr nur an Geräten, sondern auch als Arbeitsplatten und Fronten in unseren Küchen wieder. Fettflecken und Fingerabdrücke lassen sich häufig mit klarem Wasser und einem weichen Tuch beseitigen. Leicht angefeuchtete Mikrofasertücher sind perfekt dafür geeignet. Sind die Flecken hartnäckiger, kann etwas Spülmittel im Wischwasser helfen. Wischen Sie die Edelstahlfläche mit heißem Wasser nach und reiben Sie sie vorsichtig trocken, das verhindert Streifen und Schlieren auf der Oberfläche. Zum Trockenwischen sind Papiertücher gut geeignet.

Ist die Oberfläche hochglanzpoliert, können Sie sie auch mit einem chloridfreien Glasreiniger putzen, erklärt die Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER), ein Zusammenschluss von Händlern und Herstellern. Um Kratzer auf matten Edelstahloberflächen zu verhindern, müssen Sie darauf achten, nur in Schliffrichtung zu putzen. Selbst mit einem weichen Tuch kann die Oberfläche durch Wischen quer zur Maserung dauerhaft beschädigt werden.

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