Lebensmittel im Kühlschrank lagern © Andrey Popov/Fotolia

Lebensmittel im Kühlschrank richtig lagern

Nach jedem Großeinkauf stellt sich dieselbe Frage: Was gehört eigentlich im Kühlschrank wohin? Wir erklären, wie Sie Käse, Fleisch und Gemüse im Kühlschrank korrekt einsortieren, damit alles länger frisch bleibt. Außerdem haben wir praktische Tipps für einen hygienisch sauberen und wohlriechenden Kühlschrank.

Ein Kühlschrank hat verschiedene Kältezonen

Die Temperatur im Kühlschrank schwankt zwischen den einzelnen Ebenen und Fächern deutlich, zwischen zwei und zwölf Grad Celsius kann sie – auch je nach Einstellung des Thermostats – liegen. Grundsätzlich gilt: Die Temperatur im Innenraum des Kühlschranks sinkt von den oberen zu den unteren Fächern hin ab. Die Ausnahme bildet das Gemüsefach, das meistens ganz unten eingerichtet ist, hier ist es zwischen acht und zwölf Grad Celsius warm. Aufgrund der Temperaturverhältnisse im Kühlschrank sollten Sie also leicht verderbliche Lebensmittel in den unteren Abteilen, weniger empfindliche Speisen in den oberen Fächern aufbewahren.

Moderne Kühlschränke sind mit Null-Grad-Zonen ausgestattet. In diesen Fächern, meist im unteren Bereich des Kühlschrankes, herrscht eine Temperatur von null Grad. Hier lagern Sie am besten frische Lebensmittel wie Käse, Wurst, Obst und Gemüse. Der Vorteil: Durch die kühle Temperatur verlängert sich die Haltbarkeit der Lebensmittel um bis zu drei Tage oder mehr. Einige Kühlschrankmodelle haben zwei Null-Grad-Fächer – ein feuchtes Fach für Gemüse und Obst und ein trockenes für Fleisch und Käse.      

So sollten Sie Lebensmittel im Kühlschrank lagern

  • Obere Fächer: Eier, Marmelade, gegartes/ gebratenes Fleisch und andere gegarte Gerichte, originalverpackter Käse, Frischkäse, geöffnete Konserven
  • Mittlere Fächer: Bereits geöffneter Käse, Sahne, Frischmilch, Joghurt, Quark
  • Untere Fächer: Rohes Fleisch, roher Fisch, Wurst, Schinken
  • Gemüsefach: Gemüse- und Obstsorten, die im Kühlschrank gelagert werden können, zum Beispiel Wurzelgemüse, Pilze, Lauch bzw. Lauchzwiebeln, Beeren, Kiwis und Trauben, außerdem frische Kräuter
  • Oberes Türfach: Eier, Butter, Margarine
  • Mittleres Türfach: Ketchup, Senf und weitere Soßen, Dressings, angebrochene Gläser, wie zum Beispiel saure Gurken und ähnliches
  • Unteres Türfach: Angebrochene (auch frische) Säfte, Bier
Kühlschrank regelmäßig reinigen © Andrey Popov/Fotolia

Sie benötigen für die Reinigung des Kühlschranks keine teuren Mittel: Essig reinigt den Kühlschrank und entfernt Gerüche.

Warme Speisen gehören nicht in den Kühlschrank

Achten Sie darauf, bereits zubereitete Speisen erst dann im Kühlschrank aufzubewahren, wenn sie vollständig ausgekühlt sind. Ansonsten erhöhen Sie den Energieverbrauch des Gerätes drastisch. Ebenso sollten Sie es vermeiden, den Kühlschrank zu überladen, auch dadurch wird der Stromverbrauch erhöht.

Gegarte Speisen und bereits angebrochene und geöffnete Verpackungen, zum Beispiel von Käse oder Aufschnitt, sollten Sie immer gut verschließen, bevor Sie die Lebensmittel wieder in den Kühlschrank zurücklegen, ansonsten können sich Bakterien im Kühlschrank leicht vermehren. Sehr gut eignen sich auch Frischhalteboxen für die Lagerung, sie sind meistens auf die Größe von Kühlschrankfächern abgestimmt und können nach Verwendung im Geschirrspüler gereinigt werden.

So bleibt Ihr Kühlschrank hygienisch sauber

Neben der Aufbewahrung im passenden Fach ist es natürlich auch wichtig, die Lebensmittel hygienisch zu lagern. Reinigen Sie Ihren Kühlschrank regelmäßig und gründlich, um gesundheitsschädlichen Keimen keine Chance zu geben. Ein ideales Reinigungsmittel für den Kühlschrank-Innenraum ist Essig. Er ist gesundheitlich absolut unbedenklich und sorgt nebenbei zuverlässig für Geruchsneutralisierung.

Wischen Sie den Innenraum des Kühlschranks mit einem weichen Tuch und einem Essig/Wasser-Gemisch gründlich aus. Verzichten Sie auf raue Scheuerschwämme, die die Oberfläche leicht zerkratzen und so zu einem optimalen Rückzugsort für Keime und Bakterien machen können. Nehmen Sie sich die Zeit, die einzelnen Einlegeböden und das Gemüsefach aus dem Kühlschrank zu entnehmen und gründlich zu spülen. Denken Sie auch daran, kleine Nischen, Zwischenräume und das Abflussloch für das abfließende Tauwasser gewissenhaft zu säubern.

Zitronen sorgen für einen guten Geruch © ThamKC/Fotolia

Besserer Duft dank Zitrone und Kaffee 

Wenn Sie häufiger mit miefigen Gerüchen in Ihrem Kühlschrank zu kämpfen haben, zum Beispiel durch streng riechende Käsesorten oder ähnliches, kann ein kleines Schälchen mit frisch gemahlenem Kaffeepulver Abhilfe schaffen, das Sie in den Kühlschrank stellen – besonders praktisch sind Kaffeepads, diese können Sie bei Bedarf schnell und einfach austauschen. Ebenso effektiv vertreibt eine Zitronenhälfte unerwünschte Gerüche.