Gemüsespieße grillen © exclusive-design/Fotolia

Vegan und vegetarisch Grillen

Zum Grillen gehören Steak, Wurst und Co. unbedingt dazu? Nicht zwingend. Immer öfter landen auch vegetarische oder vegane Alternativen auf unserem Grill. Die schmecken nicht nur extrem lecker, sondern sind auch eine tolle Abwechslung zu den Standard-Grill-Würstchen. Damit es eine gesunde Alternative zum Fleisch wird, sollten Sie allerdings Abstand von veganen Würstchen oder vegetarischen Steaks aus dem Supermarkt halten. Diese sind zwar fleischlos, aber –  wie die meisten Convenience-Produkte mit Fleisch – oft mit zu viel Salz, zu viel Fett, Zusatz- und Konservierungsstoffen gespickt. Nutzen Sie stattdessen lieber Gemüse, Käse oder Tofu. Richtig zubereitet sind diese Lebensmittel mindestens genauso lecker wie ein Steak.

Fünf Tipps für das Grillen von Gemüse 

Gemüse gut einölen

Gemüse sollten Sie immer gut einölen, damit es beim Grillen nicht austrocknet. Nutzen Sie dafür hoch erhitzbare Pflanzenöle wie Sonnenblumen- oder Rapsöl. Diese lassen sich auf bis zu 200 Grad erhitzen. Auf Olivenöl sollte Sie verzichten, da das Öl nicht so stark erhitzt werden sollte. Vor dem Einpinseln mit Öl muss das Gemüse gut abgetrocknet werden.

Mit Gewürzen arbeiten

Ähnlich wie bei Fleisch machen Gewürze das Gemüse erst richtig schmackhaft. Bestenfalls marinieren Sie es über mehrere Stunden. Als Marinade können Sie eine Mischung aus Gewürzen, Pflanzenöl und Zitronensaft oder Essig verwenden. Geben Sie auch frische Kräuter, Knoblauch oder Chili in die Marinade, das gibt dem Ganzen mehr Pfiff. Wichtig: Sie sollten das Gemüse vor dem Grillen keinesfalls salzen oder Salz in die Marinade geben. Das entzieht dem Gemüse Wasser und macht es trocken.

Aluschalen für Grillgemüse © emuck/Fotolia

Kleines Gemüse wird am besten in Alufolie oder einer Aluschale gegrillt. Mit Gewürzen, Kräutern und Öl oder Kräuterbutter bekommt es einen leckeren Geschmack.

Die Utensilien

Nicht jede Gemüsesorte kann man wie ein Steak einfach auf den Grillrost packen. Kleines Gemüse wie Cocktailtomaten oder Champignons fallen gerne mal durch den Rost. Einfacher geht es, wenn Sie das Gemüse in einer Aluschale oder verpackt in Alufolie grillen. Auf Spieße gesteckt können Sie es dagegen direkt auf den Grillrost legen. Ob Sie das Gemüse auf einem Holzkohl-, Gas- oder Elektrogrill grillen, macht keinen Unterschied.

Spieße präparieren

Bunte Gemüsespieße sind nicht nur ein schöner Anblick auf dem Grill, sondern auch ein Gaumenschmaus. Lecker werden sie allerdings nur, wenn die einzelnen Gemüsesorten gleichmäßig und vor allem gleichzeitig gar sind. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass die Gemüsesorten ähnliche Garzeiten haben. Zudem sollten die Stücke möglichst flach und gleich groß geschnitten sein. Wenn Sie Holzspieße nutzen, müssen die Spieße eine Stunde lang in Wasser eingelegt werden, bevor Sie das Gemüse aufspießen können. So verhindern Sie, dass der Spieß Feuer fängt.

Der perfekte Platz

Um das Gemüse schonend zu garen und damit es nicht verbrennt, sollten Sie es an den Rand des Grills legen. Zudem können Sie den Grillrost weiter nach oben setzen, damit das Grillgut nicht so viel Hitze abbekommt. Zu beachten ist auch, dass die Gemüsesorten unterschiedliche Garzeiten haben. Auberginen, geschnittene Paprikaschoten, Tomaten und Zucchini benötigen zwischen sechs und acht Minuten bei direkter Hitze, Champignons und Spargel ungefähr zehn Minuten. Maiskolben und ganze Paprikaschoten werden bei indirekter Hitze in 20 bis 30 Minuten fertig, Kartoffeln in Alufolie benötigen bis zu einer Stunde.

Welche veganen und vegetarischen Alternativen gibt es?

Es gibt viele Gemüsesorten, die sich zum Grillen eignen. Dazu zählen Klassiker wie Maiskolben, Paprika, Champignons und die beliebten Kartoffeln in Alufolie. Auch Zucchini und Aubergine lassen sich – in Scheiben geschnitten oder halbiert – hervorragend auf dem Grill garen. Zwiebeln sind ein toller Geschmacksgeber und sollten deshalb auf Gemüsespießen nicht fehlen. Auch grünen Spargel, Süßkartoffeln oder Kürbis können Sie auf den Grill packen. Und wer beim Grillen im Trend sein will, kommt an der Avocado – die aus botanischer Sicht ein Obst und kein Gemüse ist – nicht vorbei.

Als vegane Eiweißquelle auf dem Grill dienen Natur-Tofu oder Tempeh. Der Tofu (eine aus Sojabohnen hergestellte Masse, die an Feta erinnert) muss erst trocken getupft werden, bevor Sie ihn marinieren und dann in Scheiben auf den Grill legen können. In Würfel kleingeschnitten können Tofu und Tempeh (hergestellt aus fermentierten, ganzen Sojabohnen) auch als Fleischersatz auf den Spießen dienen. Wichtig ist dabei, dass Sie gut würzen.  

Wenn Sie es vegetarisch mögen, können Sie Halloumi oder Feta grillen. Halloumi ist ein halbfester Käse aus Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch und wird erst in dicke Scheibe geschnitten, mariniert und dann gegrillt. Auch auf Spießen kann der Käse genutzt werden. Der in Salzlake gereifte Feta aus Schafs- oder Ziegenmilch lässt sich dagegen gut als Käse-Päckchen inszenieren. Eingelegt in Olivenöl, Knoblauch und Kräutern und eingepackt mit Alufolie gart er auf dem Grill – und passt perfekt zu frischem Baguette oder einem Salat. Auch Camembert oder Blauschimmelkäse lassen sich beim Grillen nutzen. Den Camembert können Sie im Ganzen grillen, allerdings nur, wenn er mit Alufolie umwickelt ist. Gemüsemischungen in Aluminiumschälchen können Sie mit klein geschnittenem Blauschimmelkäse veredeln.

Wassermelone grillen mit Feta © nickola_che/Fotolia

Nachtisch vom Grill: Wassermelone in Scheiben schneiden und von beiden Seiten jeweils zwei Minuten grillen. Mit Feta-Käse und Minze garnieren.

Und zum Nachtisch?

Auch der Nachtisch bei der Grillparty kommt am besten vom Grill. Denn nicht nur Gemüse, auch einige Obstsorten schmecken vom Grill ausgesprochen gut. Am bekanntesten ist dabei wohl die Banane vom Grill. Diese können Sie im Ganzen in der Schale auf den Grill legen. Die Schale wird mit der Zeit dunkelbraun, platzt auf und das Fruchtfleisch quillt heraus. So erkennen Sie, dass die Banane gar ist. Schokofans stecken in die Öffnung Schokoladenstückchen, die dann langsam zerlaufen. Aber auch mit Vanilleeis oder solo ist die gegrillte Banane ein Genuss.

Wer eine saftige Variante bevorzugt, kann Wassermelone oder Ananas grillen. Die in Scheiben geschnittene Melone einfach von beiden Seiten grillen und mit kleinen Feta-Stückchen und Minze servieren. Die Ananas wird in Ringe geschnitten, in einer Mischung aus Rum, Zucker, Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Nelken mariniert und anschließend gegrillt. Dazu passt Vanilleeis oder Joghurt.

Anzeige

Grillgemüse-Teller 2 Stück

31,20 €

inkl. 19% MwSt.
zzgl. Versandkosten

Lieferzeit 1-3 Tage