Elektrogeräte mit Energielabel © Gerhard Seybert/Fotolia

EU beschließt neues Energielabel

Eigentlich soll das EU-Energielabel den Käufern einen schnellen Überblick über den Energieverbrauch der Geräte geben – doch das ist längst nicht mehr der Fall. Der Wust an Pluszeichen hinter dem Buchstaben A hat überhandgenommen. Das hat auch das Parlament der Europäischen Union eingesehen und deshalb ein neue Kennzeichnung beschlossen.

Doch keine Angst, Sie müssen sich keine komplett neue Skala merken, wenn Sie einen neuen Geschirrspüler, eine Dunstabzugshaube oder ein Kochfeld kaufen wollen. Die EU hat sich auf die ursprüngliche Skala geeinigt. Geräte werden mit einem Buchstaben von A bis G gekennzeichnet sein. Dabei steht das A für den niedrigsten Energieverbrauch, während das G die schlechteste Klasse, also das Gerät mit dem höchsten Energieverbrauch, kennzeichnet. So, wie es auch zu Beginn der Einführung des Energielabels geplant war.

Neues Energielabel © arturbauerblog/Fotolia

Bald keine Pluszeichen mehr: Die EU hat eine neue Kennzeichnung von Elektrogeräten beschlossen.

Die Labels der Produkte sollen bis spätestens 2020 angepasst werden. Die neuesten und effizientesten zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt befindlichen Geräte sollen dann in die Kategorie B oder C fallen. Dadurch gebe man der Industrie Anreize, noch effizientere Geräte zu entwickeln. Geräte, die zu diesem Zeitpunkt bereits in den Geschäften stehen, aber noch ein altes Label tragen, müssen durch den Händler mit einem neuen Label versehen werden.

Da die Hersteller aber über die Jahre immer bessere Kühlschränke, Geschirrspüler und Co. auf den Markt brachten, wurden die Labels A+, A++ und A+++ geschaffen. Das sorgte allerdings für Verwirrungen bei den Konsumenten, da die Kategorie A zwar sparsam aussah, es aber nicht bei jedem Gerät auch tatsächlich die Kategorie mit dem geringsten Energieverbrauch war.

Die Vereinbarung sei laut EU-Umweltkommissar Miguel Arias Cañete eine gute Nachricht für die Verbraucher und die Unternehmen Europas, für die Energierechnung und für das Klima. Fast 500 Euro jährlich könnte mit dem besseren Energielabel und einer energiesparenden Konstruktion der Geräte pro Haushalt gespart werden.

Energielabels werden vernetzt

Um dem Verbraucher noch bessere Vergleichsmöglichkeiten zu geben, können die neuen Labels zusätzlich mit einem QR-Code oder Link versehen werden. So kann man online weitere Informationen über das entsprechende Gerät abrufen und besser vergleichen. „Die Labels werden eine Brücke zum digitalen Universum werden, in dem die Verbraucher all die Informationen finden, die man unmöglich auf ein Stück Papier bringen kann“, erklärt der Europäische Abgeordnete Dario Tamburrano.