Elektriker schließt Kochfeld an © Andrey Popov/Adobe Stock

Anschlüsse in der Küche richtig planen

Bei der Planung einer neuen Küche denken die meisten an moderne Elektrogeräte, schicke Fronten und Schränke mit reichlich Stauraum. Ein wichtiger Aspekt wird nicht selten vernachlässigt: die Anschlüsse für Strom, Wasser und eventuell Gas. Auf diesem Gebiet tun sich viele Fragen auf: Wie viele Steckdosen braucht man in der Küche? Wo sollte sich der Wasseranschluss befinden? Und darf ich meinen Herd selbst anschließen oder sollte ich das lieber dem Fachmann überlassen? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten.

Wie viele Anschlüsse braucht man in der Küche?

Wenn eine Küche für den Neubau geplant wird, sind Anschlüsse ein wichtiges Thema. Das Gute: Hier haben Sie weitgehend freie Hand. Soll eine ältere Küche gegen eine neue, modernere ausgetauscht werden, sind gerade Gas- und Wasseranschlüsse nur mit größerem Aufwand zu verlegen. Beim Aufmaß, das am besten durch ein erfahrenes Küchenstudio vorgenommen wird, werden benötigte Anschlüsse und die Platzierung der Steckdosen genau in die Planungsskizze eingezeichnet. Der Küchenprofi weiß, in welcher Höhe und mit welchem Abstand zu Geräten die Steckdosen angebracht werden sollten. Dementsprechend werden dann die Leitungen verlegt.

Auf die Frage, wie viele Anschlüsse in der Küche vorhanden sein sollten, gibt es keine pauschal gültige Antwort. Hier kommt es auf die Nutzungsgewohnheiten der Besitzer an. Doch generell gilt: Steckdosen kann man nie genug haben. Die Initiative ELEKTRO+ der Gesellschaft für Energiedienstleistung empfiehlt ein Minimum von 17 Steckdosen in der Küche. Wer viele Elektrogeräte besitzt oder neue Smart Home-Technologien nutzen möchte, sollte deutlich mehr einplanen. Eine nachträgliche Aufrüstung ist immer mit mehr Aufwand verbunden – wir raten daher, großzügig zu planen. Eine ungenutzte Steckdose stört weniger als Mehrfachsteckdosen auf der Arbeitsplatte oder quer durch die Küche verlaufende Verlängerungskabel.

Steckdose in Arbeitsplatte evrsenkbar

Anschlüsse richtig platzieren

Nicht nur die zahlreichen Elektrogeräte in der Küche benötigen Anschlüsse, auch die Beleuchtung funktioniert nicht ohne Strom. Neben der Deckenleuchte sollte eine gute Beleuchtung der Arbeitsflächen vorgesehen werden, sonst tappt man beim Kochen schnell im Dunkeln.

In modernen Küchen finden sich Steckdosen, die in Schränken und Auszügen „versteckt“ oder versenkbar sind. Das schafft zusätzliche Flexibilität ohne wertvollen Platz auf der Arbeitsplatte wegzunehmen. Manche Elektrogeräte, wie zum Beispiel Geschirrspüler oder Kühlschrank, sind so tief, dass dahinter kein Platz mehr für eine Steckdose ist. Diese sollte dann oberhalb des Gerätes angebracht werden. Viel Spielraum gibt es allerdings meist nicht, denn häufig sind die Kabel von großen Elektrogeräten nicht besonders lang.

Sicherheit geht vor

Bei der Planung empfiehlt es sich, die eigenen Kochgewohnheiten zu überdenken, damit die Steckdosen auch an den richtigen Stellen platziert werden. Vor allem im Bereich der Arbeitsplatte kommen viele Kleingeräte wie Toaster, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Küchenmaschine, Eierkocher etc. zum Einsatz – gerne auch gleichzeitig. Daher sollten hier Zweifach- oder besser noch Dreifach-Steckdosenkombinationen angebracht werden. Auf Mehrfachsteckdosen aus dem Baumarkt sollten Sie lieber verzichten. Wenn mehrere Geräte gleichzeitig darüber betrieben werden, kommt es leicht zu einer Überlastung der Stromleitungen. Im besten Fall fliegt einfach die Sicherung raus, im schlimmsten entsteht ein Brand in der Küche.

Alle Geräte mit Anschlusswerten von über 2.000 Watt brauchen einen eigenen Stromkreis. Dazu zählen Elektrogeräte, die in kaum einer Küche fehlen, wie Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Backöfen, Mikrowellen und Dampfgarer. Ein eigener Stromkreis stellt sicher, dass die Geräte kontinuierlich mit Strom versorgt werden. Gerade bei Kühlschränken und Tiefkühlern ist das entscheidend. Einen Sonderfall stellt der Elektroherd dar. Er benötigt einen sogenannten Festanschluss.

Darf ich meinen Herd selbst anschließen?

Ein Elektroherd muss an eine Herdanschlussdose angeschlossen werden. Diese wird nicht mit Wechselstrom betrieben, sondern über drei Phasen à 220 Volt mit dem Herd verbunden (Drehstrom, umgangssprachlich Starkstrom). Dasselbe gilt für autarke Kochfelder. In öffentlichen Gebäuden müssen sämtliche Installationen von Fachleuten vorgenommen werden, für Privathaushalte gilt das nicht. Dennoch raten wir davon ab, den Elektroherd selbst anzuschließen. Denn falls es zu einem Schaden kommt, zahlen die meisten Versicherungen nur, wenn ein Profi das Gerät angeschlossen hat.

Elektroinstallation in der Küche © highwaystarz/Adobe Stock

Im Bereich der Arbeitsplatte werden besonders viele Steckdosen benötigt.

Frisch- und Abwasser

Neben Strom fließt in der Küche natürlich auch eine Menge Wasser. Es werden zwei Anschlüsse benötigt: einer für Frisch- und einer für Abwasser. Sie befinden sich immer im Spülenunterschrank. Da eine Verlegung recht kompliziert ist, empfiehlt es sich bei einer Küchenmodernisierung den Platz der Spüle beizubehalten. Für das Frischwasser werden noch zusätzlich Warmwasser (links) und Kaltwasser (rechts) angeschlossen. Für den Geschirrspüler sollte ein zusätzlicher Anschluss am Kaltwasserventil angebracht werden. Dieses Gerät muss an eine Schuko-Steckdose angeschlossen werden, die sich ebenfalls im Spülschrank, aber nicht direkt hinter dem Gerät, befinden sollte. Der Grund: Bei eingestecktem Schuko-Stecker würde der Geschirrspüler zu weit vorstehen. Vom Anschluss an eine Mehrfachsteckdose zur Leitungsverlängerung ist ebenfalls abzuraten.

Dunstabzug mit Wandöffnung nach außen

Es gibt inzwischen eine Fülle von Dunstabzügen unterschiedlicher Bauarten. Wenn Sie sich für ein Modell mit Ablufttechnik entscheiden, benötigen Sie neben einem Stromanschluss für das Gerät auch eine Wandöffnung nach außen. Die Abluftführung befindet sich meist direkt mittig hinter dem Schrank. Das lässt sich am besten realisieren, wenn Herd und Ablufteinrichtung an einer Außenwand angebracht sind. Bei einer Kochinsel mit entsprechender Dunstabzugshaube wird die Planung komplizierter, ist für einen Küchenprofi jedoch durchaus machbar.

Tablet wird in der Küche geladen

Großzügig planen

Bei der Festlegung sämtlicher Anschlüsse für die Küche ist es sinnvoll, großzügig zu planen und möglichst weit in die Zukunft zu blicken. Die Smart Kitchen mit vernetzten Elektrogeräten, die mithilfe von Smartphones und Apps bedient werden, ist längst keine Zukunftsvision mehr. Während Anschlüsse für Fernsehgeräte und Festnetztelefone immer mehr an Bedeutung verlieren, wird ein Netzwerkanschluss in der Küche bald unverzichtbar sein. Darüber hinaus schweben Sprachassistenten wie Alexa oder Echo (noch) nicht einfach in der Luft, sondern benötigen ebenfalls einen Stromanschluss. Weil die Elektroinstallation in der Küche immer anspruchsvoller wird, empfiehlt es sich, leere Installationsrohre mit einzuplanen. So gestaltet sich eine eventuelle Nachinstallation unkompliziert und Sie sind für die Zukunft bestens gerüstet.

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