Innenausstattung in der Küche

Die richtige Innenausstattung 

Dem Chaos keine Chance geben!

Kennen Sie das: Sie sind in der Küche gerade richtig am Wirbeln und verschwenden wertvolle Minuten, weil mal wieder irgendwer die Knoblauchpresse irgendwo verstaut hat, wo sie nicht hingehört? 

Ordnung ist auch in der Küche das halbe Leben. Daher lohnt ein Blick auf die Systeme für Ihren Stauraum hinter den Fronten, um eine wirklich funktionale Küche zu genießen. 

Geschirr und Gläser immer griffbereit

Fast alle Hersteller bieten inzwischen Aufteilungssysteme an, die Ordnung in Tellerstapel, Gläser- und Tassensammlung zaubern. Generell fahren Sie am besten, wenn Sie das Geschirr in Auszügen aufbewahren – denn es ist schwer und sperrig. Für Ihre Geschirrauszüge schaffen Sie idealerweise eine flexible Innenausstattung an. Die besteht meist aus einer Bodenplatte aus Metall, Holz oder Kunststoff, die Sie mit Holzstäben und Abteilern flexibel ausgestalten können. So lässt sich der Stauraum optimal auf die Größen Ihres Geschirrs anpassen. Beliebt sind auch Aufteilungen, die Ihnen ein senkrechtes Einsortieren von Tellern ermöglichen. Das hat den Vorteil, dass Sie die Teller bequem einzeln entnehmen können, ohne ganze Tellerstapel bewegen zu müssen. 

Dasselbe gilt für Gläser und Tassen: Diese einfach so in einen Auszug oder einen der Oberschränke zu stellen bedeutet, dass Sie zwangsläufig irgendwann anfangen, Trinkgefäße ineinanderzustapeln. Dabei verkratzen diese nicht nur schneller, sondern gehen mitunter auch zu Bruch. Besser wäre es also, Gläser berührungsfrei in einen Auszug zu platzieren. Weinfreunde werden an einem System Gefallen finden, in das sie langstielige Gläser mit dem Fuß des Glases kopfüber einhängen. Das schafft nicht nur Ordnung, es schützt das Glasinnere vor Staub und verhindert zudem unschöne Fingerabdrücke, die beim herkömmlichen Ein- und Ausräumen zwangsläufig entstehen.

Jetzt beraten lassen
0800 / 20 90 200

Rückrufwunsch vereinbaren

Auszüge mit Innenleben erleichtern die Arbeit und schaffen Ruhe

Besteckeinsätze sind der Klassiker des Kücheninnenlebens. Schaffen Sie für Ihre Besteck- und Utensilienauszüge am besten auch ein flexibles System an. Zwar wird sich die Größe Ihres Basisbestecks kaum wesentlich ändern, aber erfahrungsgemäß kommen immer wieder Koch- und Servierutensilien hinzu, die unterschiedlich groß sind. Nudelschöpfer, Tortenheber oder Buttermesser: Schaffen Sie für diese Helfer großzügigen, aufteilbaren Platz und sorgen Sie durch dämpfende Antirutschmatten aus Filz, Kork, Flock oder Baumwolle dafür, dass der Inhalt des Auszugs nicht bei jedem Öffnen und Schließen Schlittschuh fährt. Für Messer ist nach wie vor ein Messerblock eine gute Lösung. So bleiben die Messer länger scharf und Sie schneiden sich auch nicht mehr in den Finger, wenn Sie im Auszug beherzt nach dem Korkenzieher wühlen. Praktisch ist aber auch ein Einsatz für den Besteckauszug mit Rillen, in den Sie die Messer mit der Schneide nach unten einlegen können. Magnetleisten sind ideal zum Aufhängen aller Edelstahlutensilien, die man bevorzugt griffbereit vor der Nase haben will.

Klappern gehört zum Handwerk – in der Küche aber nicht 

Pfannen und Töpfe benötigen große Auszüge oder geräumige Schränke. Auch dabei ist das Hineinstapeln die unschönste aller Lösungen. Ordnung schaffen Sie beispielsweise mit einem Apothekerauszug, in dem Sie die Töpfe, Pfannen und Deckel hintereinander an eine Schiene oder untereinander an ein Lochblech hängen können. Beliebt ist auch ein Le-Mans-Auszug im Eckschrank, bei dem Sie den passenden Topf einfach von einem schwenk- oder drehbaren Einlegeboden nehmen können. Eine ebenso pfiffige Lösung ist die Installation eines Topfauszugs in einem herkömmlichen Schrank, in dem Töpfe und Pfannen in einem Abtrennsystem sauber hintereinander einsortiert werden. Sie benutzen einen Topf, den Sie nach Gebrauch wieder genau in dasselbe Fach stellen: Das erleichtert das Kochen und das „Klarschiffmachen“ hinterher ungemein. 

Alles Gute kommt von oben

Erfahrungsgemäß werden in den Oberschränken Küchenhelfer verstaut, die kaum zum Einsatz kommen – weil man sie so selten braucht, sagen die einen. Weil sie so schwer erreichbar sind, sagen die anderen. Dieses ewige Dilemma mit den Oberschränken können Sie lösen, wenn Sie ausziehbare Inneneinrichtungen installieren. Noch einfacher wird die Oberschrankhandhabung durch nach oben öffnende Türen durch Klappscharniere. Und mit dem passenden Auszugsystem rücken Sie selbst schweres und sperriges Utensil in den oberen Schränken ins Rampenlicht. Um oberen Stauraum optimal zu nutzen, fahren Sie am besten mit Apothekerauszügen. Einfach ausziehen und von beiden Seiten zugreifen: Besser können Sie Ihren Stauraum nicht nutzen.

Vorräte und Gewürze optimale aufbewahren

Auch für die Aufbewahrung von Vorräten und Gewürzen gibt es bei den Herstellern eine Fülle an bewährten Möglichkeiten. Ein äußerst praktikables System besteht zum Beispiel aus Auszügen, die passgenau mit Containern, Dosen und Behältnissen für die klassischen „losen“ Lebensmittel wie Mehl, Spaghetti, Zucker, Cornflakes und Kakaopulver bestückt sind. Auch diese Auszüge sind in der Regel mit Antirutschmatten ausgestattet und verhindern somit unnötiges Klappern. Einige Hersteller haben auch Einsätze im Programm, in denen die Gewürze in beschrifteten Einheitsgefäßen gruppiert sind. Zum Kochen nehmen Sie den Gewürzeinsatz einfach komplett heraus und bringen ihn nach dem Kochen genauso sauber wieder unter. Das ist allemal effektiver als das ewige Suchen nach dem zerknüllten Tütchen mit den Lorbeerblättern. 

Kleingeräte verschwinden lassen

Kleingeräte verschwinden lassen

Optischer Makel und Platzräuber: Kleingeräte wie die Brotschneidemaschine nehmen auf der Arbeitsplatte Platz weg. Intelligente Systeme verstecken die Maschine in einem Auszug.

Kleingeräte stören? Lassen Sie sie einfach verschwinden

Toaster, Allesschneider oder Saftpresse: Klein- und Hilfsgeräte rauben oft wertvollen Platz auf der Arbeitsplatte, obwohl sie lediglich hin und wieder für ein paar Minuten gebraucht werden. Sprechen Sie Ihren Küchenplaner auf „Verschwindetechniken“ an. Also auf Küchenmöbel, in denen die Geräte fest installiert werden und nur bei Bedarf mittels Auszug zum Vorschein kommen. Das schafft wertvollen Platz und erhöht natürlich auch den Wohnwert Ihrer Küche. Denn jede nicht zugestellte Fläche strahlt Ruhe aus. Die Hersteller bieten dazu unterschiedlichste Systeme an und verbergen die Gerätschaften in Auszügen, hinter Türen oder unter der Arbeitsfläche. 

Wer hat die Küchenrolle gesehen?

Alufolie, Küchenrolle, Backpapier und Klarsichtfolie führen meist ein Schattendasein in einer der eher unaufgeräumten Schubladen. Entsprechend oft werden sie verzweifelt gesucht und lassen sich im Fall der Fälle sowieso nicht vernünftig abrollen. Denken Sie daher an Vorrichtungen, in denen diese Arbeitsstoffe eingespannt und ordentlich verstaut werden. Es gibt Systeme für Auszüge wie Schränke. 

Wahrscheinlich steht die Inneneinrichtung Ihrer Küchenmöbel nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Aber für die Funktionalität spielt es eine große Rolle, die Sie nicht unterschätzen sollten. Der MHK-Experte Thomas Brühl, Inhaber eines Küchen-Fachgeschäftes in Berlin, erklärt: „Viele Kunden fragen erst gar nicht nach Möglichkeiten, ihre Möbel mit praktischem Innenleben zu bestücken. Wir weisen daher in Planungsgesprächen darauf explizit hin. In der Regel können solche Ordnungssysteme aber auch noch nachgeordert werden.“

Checkliste mit den wichtigsten Aspekten für eine gute Innenausstattung

  • Geschirr und Gläser: Wenn möglich vermeiden Sie die Unterbringung in Stapeln
  • Besteck und Kochutensilien: Auszüge mit flexibler Gestaltung und Antirutschmatten
  • Töpfe und Pfannen: Auch möglichst die Unterbringung im Stapel vermeiden
  • Gestaltung der Schränke: Auszüge bevorzugen, Eckschränke und Oberschränke mit cleveren Auszügen einplanen; Apothekerschränke für die Vorräte einplanen
  • Gewürze und Vorräte: Lassen Sie sich beschriftbare Behältersysteme zeigen, die in Auszügen integriert sind

Wenn Sie ein paar Basics zur Inneneinrichtung bereits im Vorfeld planen, sind Sie auf der sicheren Seite. Bringen Sie schon zum Planungsgespräch ein Maßgedeck aus Ihrem persönlichen Fundus mit und probieren Sie verschiedene Innensysteme aus.