Welcher Herd ist der Richtige?

Gas, Induktion oder Elektro – welches Kochfeld passt zu mir?

Das Kochfeld ist neben dem Backofen das Herzstück der Küche. Kein Wunder also, dass sich die Küchenliebhaber in drei Lager spalten: Gas, Elektro und Induktion. Herde mit Massekochfeldern aus Gusseisen, wie wir sie von früher kennen, gelten als veraltet. Sie werden heutzutage aufgrund des hohen Energie- und Reinigungsbedarfs nicht mehr in neue Küchen verbaut.

Egal ob Gas, Elektro oder Induktion: Jedes Kochfeld eignet sich zum Braten, Kochen und Dünsten. Trotzdem gibt es Vor- und Nachteile, die Sie vor einem Kauf bedenken sollten. Hierbei spielen nicht nur Bedienbarkeit und Energieeffizienz eine Rolle, sondern auch die Sicherheit für die im Haushalt lebenden Personen.  

Jetzt beraten lassen
0800 / 20 90 200

Rückrufwunsch vereinbaren

Tipps vom Profi: Kochfelder im Vergleich

Induktionskochfeld: schnell, sauber und sparsam

Bei Induktion wird nicht die Kochstelle selbst erhitzt. Unter der Glaskeramikplatte befindet sich eine Induktionsspule aus Draht. Die Spule wird von Strom durchflossen und erzeugt ein magnetisches Wechselfeld. Die Energie, die dabei entsteht, wird in Form von Wärmeenergie an den Topf und die darin befindlichen Lebensmittel abgegeben.

Kein Verbrennen an der Kochstelle

So kommt es zu dem Phänomen, dass die Stelle, auf der eben noch gekocht wurde, absolut kühl ist, sobald der Topf heruntergenommen wird. Vor allem Familien mit Kindern wissen das zu schätzen. Ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt ist die Topferkennung: Ist kein Topf auf der Induktionsfläche, tritt auch keine Spule in Aktion. Da die Kochstelle kalt bleibt, brennt Übergelaufenes nicht fest – ein enormer Vorteil beim Reinigen.

Nur der Topfboden wird erwärmt

Ein weiterer Vorteil der Induktion ist, dass tatsächlich nur der Topfboden erwärmt wird, unabhängig von seiner Größe. Für Induktionsneulinge sei noch erwähnt, dass beim Kochen auf dem Induktionskochfeld Geräusche entstehen können. Diese resultieren aus dem schnellen Erhitzen des Kochgeschirrbodens, der durch die Hitze „mechanisch“ arbeitet. Und auch das Kochfeld selbst kann vor allem bei Abrufen voller Leistung zu surren oder zu knacken beginnen.

Schneller als Gas

Vorteil Nummer drei ist die enorme Effizienz dieser Technik. Mit Induktion bringen Sie das Spaghettiwasser etwa doppelt so schnell zum Kochen wie mit Gas und fast dreimal so schnell wie mit einer herkömmlichen Herdplatte. Das nimmt unter Umständen Einfluss auf Ihre Kochgewohnheiten: Während Sie früher schon mal Wasser aufsetzen konnten, um dann in aller Ruhe die Kartoffeln zu waschen, werden Sie das als Induktionsherdnutzer nun vorher erledigen müssen. Denn das Wasser kocht wirklich schon nach sehr kurzer Zeit! In Sachen Bedienung ist die Induktionsherdsteuerung bei den meisten Geräten per Touchscreen komfortabel und einfach.

Spezialkochtöpfe notwendig

Eines müssen Sie bei der Entscheidung für Induktionstechnik bedenken: Sie dürfen ausschließlich Töpfe und Pfannen verwenden, die für Induktion geeignet sind. Mit Ihren herkömmlichen Edelstahl- oder Aluminiumtöpfen bleibt das Essen auf dem Induktionsherd kalt. Inzwischen gibt es aber von allen namhaften Herstellern Kochgeschirr, das für alle Herdarten infrage kommt – und das auch zu erschwinglichen Preisen. Daher sollten Sie Ihre Entscheidung für oder gegen Induktion keineswegs von Ihrer Ausstattung mit Pfannen und Töpfen abhängig machen.

Der Induktionskochfeld – Vorteile und Nachteile

VorteileNachteile
+ energiesparend, da nur die Topffläche erhitzt wird- in der Anschaffung teurer als die anderen Techniken
+ absolut kindersicher, keine Verbrennungsgefahr- funktioniert nur mit induktionsgeeignetem Kochgeschirr
+ beste Hitzeentwicklung aller Systeme
+ sehr einfache Reinigung 

Elektrokochfeld: günstige Lösung mit bewährter Technik

Elektrokochfelder aus Glaskeramik traten ihren Siegeszug bereits Mitte der 70er-Jahre an und dominierten in den Folgejahren die technische Küchenausstattung weltweit. Energetisch sind diese Kochfelder den altbekannten Gusseisen-Kochstellen um Längen überlegen. Wegen der glatten Oberfläche lassen sich diese Felder gut reinigen. Ein Nachteil ist allerdings das Einbrennverhalten: Schon ein bisschen verschüttete Milch mutiert zu hässlichen Krusten, die sich nur mit einem rasierklingenscharfen Spezialmesser entfernen lassen. 

Kochstelle bleibt länger heiß

Was jedoch die schnelle Verfügbarkeit und die genaue Dosierung der fürs Kochen benötigten Hitze angeht, sind sie inzwischen von der Induktionstechnik übertrumpft worden. Da die Kochstelle auch nach dem Abschalten noch länger heiß bleibt, geht zum einen viel Energie verloren und zum anderen besteht Verbrennungsgefahr.

Komfortable Bedienung

Sehr komfortabel ist beim Elektrokochfeld die Bedienung: Auf einem Touchscreen-Bedienfeld sind mit der Fingerkuppe alle Funktionen einfach abzurufen. Kochfeld auswählen, die Temperatur regeln und Timer einstellen, das geht alles ohne Knöpfe und Schalter einfach mit dem Finger.

Topferkennung ist sinnvoll

Ferner können Sie bei den meisten Herstellern die Größe der Kochfelder variieren. Für kleine Töpfe etwa nutzen Sie nur einen grafisch dargestellten kleinen Teil des jeweiligen Kochfeldes. Außerdem gibt es für Elektrokochfelder inzwischen auch die „Topferkennung“. Das Kochfeld schaltet also automatisch ab, wenn Sie den Topf entfernen. Ein weiterer Nachteil der Glaskeramik: Bei groben Schlägen können die Glasflächen Sprünge bekommen oder brechen. 

Das Elektrokochfeld – Vorteile und Nachteile

VorteileNachteile
+ energetisch besser als gusseiserne Kochfelder- höherer Stromverbrauch im Vergleich zu Induktion
+ pflegeleicht und einfach zu reinigen- empfindlich gegen Einbrennen
+ einfache Bedienung per Touch- Kochstelle bleibt nach dem Abschalten lange heiß
Profis bevorzugen Gas

Profis bevorzugen Gas

Die schnelle Verfügbarkeit und gute Dosierbarkeit der Gasflamme sind die großen Vorteile des Gaskochfeldes. Daher wird fast ausschließlich diese Art zu kochen in Profiküchen genutzt.

Gasherd: Liebling der Profis

Der Gasherd ist ein bewährtes Konzept und ist vor allem auch in der Gastronomie verbreitet wie geschätzt. Sein systemischer Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit großer Hitze – und die Tatsache, dass die Hitze sofort weg ist, wenn die Flamme gelöscht wird. Dazu kommt die sichtbare, feine Dosierbarkeit der Flamme. All das macht den Gasherd nach wie vor zum Lieblingsgerät in der Profiküche.

Reinigung schwierig

Doch seine guten Eigenschaften beim eigentlichen Kochen verblassen ein wenig, wenn es nach der Zubereitung des Menüs an die Reinigung das Küchenherds geht. Zwar lassen sich bei den meisten Modellen die Topfträger für Töpfe und Pfannen in der Spülmaschine reinigen. Aber die erhöhten Gasdüsen müssen recht aufwendig von Hand oder in der Spüle gereinigt werden. Auch die Herdoberfläche ist durch die integrierten Gasbrenner nicht so einfach zu wischen wie etwa ein Elektro- oder Induktionskochfeld.

Gas ist günstig

Dazu setzt der Gasherd voraus, dass Ihr Gebäude über einen Gasanschluss verfügt. Andernfalls müssen Sie mit Gasflaschen arbeiten, die idealerweise im Herd untergebracht werden, was natürlich einen regelmäßigen Austausch der Flaschen nach sich zieht. Und um nicht urplötzlich vor der kalten Herdplatte zu stehen, empfiehlt sich die Bevorratung mit einer Ersatzgasflasche, die ebenfalls Platz benötigt. Wie auch immer Sie das Gasmanagement gestalten: Mit einem Gasherd kochen ist auf jeden Fall wirtschaftlicher als mit den Elektrosystemen. Selbst bei der Gasversorgung mit der Pfandflasche sind die Betriebskosten deutlich unter denen, die Sie für einen elektrisch betriebenen Herd einkalkulieren müssen.

Sicherheitsprüfung empfohlen

Dennoch hat der Gasherd für viele einen entscheidenden Nachteil. Undichte Leitungen, defekte Ventile oder marode Anschlüsse führen nämlich im Extremfall zu einer Gasexplosion. Neben regelmäßiger Überprüfung in Eigenregie lohnt sich auf jeden Fall der jährliche Routinecheck durch einen Fachbetrieb (etwa einen Gasinstallationsbetrieb). Das ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, Sie sind damit aber auf der sicheren Seite.  

Der Gasherd – Vorteile und Nachteile 

VorteileNachteile
+ schnelle Verfügbarkeit der Hitze- Gasanschluss oder Vorsorgung mit Gasflaschen ist nötig
+ gute Dosierbarkeit der Flamme- schwieriger zu reinigen
+ sehr niedriger Energieverbrauch - hoher Wartungsaufwand der Gasleitungen

Hybridlösung: das Beste aus zwei Welten

Es ist auch machbar, die verschiedenen Eigenschaften der unterschiedlichen Herdarten miteinander zu verbinden – etwa Gas und Induktion oder Gas und Elektrokochfeld. Das erhöht Ihre Flexibilität beim Zubereiten der Speisen. Langsam garen mit Induktion und schnelles Anbraten mit Gas lassen sich so prima timen und parallel durchführen. Stehen Sie auf Kurzgebratenes, ein deftiges Frühstück mit Spiegeleiern und gebratenem Speck oder frische Minutensteaks, lässt sich beispielsweise auch eine Griddleplatte integrieren – die ersetzt eine Pfanne und ist eine wunderbare Ergänzung zu einem Herd mit vier oder mehr Kochstellen. Die MHK-Expertin Claudia Frey, Inhaberin eines Küchen-Fachgeschäftes in Kandel, erklärt: „Die Hersteller ermöglichen Ihnen vielfältige technische Lösungen, die sich miteinander kombinieren lassen. So finden wir auch bei hohen Ansprüchen den Technikmix für Sie, der ideal zu Ihren Anforderungen und Gewohnheiten passt.“

Bei der Planung Ihrer Kochstelle sollten Sie also mit Ihrem Küchenplaner genau eruieren, wie sich Ihre Gewohnheiten am besten mit der passenden Technik unter einen Hut bringen lassen. Dazu müssen natürlich die technischen Voraussetzungen geklärt werden.

Hybrid-Kochfeld

Hybridkochfeld

Sie können auch Kochfelder kombinieren, wie zum Beispiel ein Induktionsfeld mit einem Gasfeld. So haben Sie mehr Möglichkeiten beim Kochen.

Tipps für das Planungsgespräch: 

  • Welche Anschlüsse sind realisierbar (Gas/Strom)?
  • Wie wichtig ist der Sicherheitsaspekt (Kinder im Haushalt)?
  • Sind Sie eher der Brattyp? Der Woktyp? Der Topftyp?
  • Welcher Backofen passt zu Ihrer Planung (Gasbackofen, Einbaubackofen im Herdblock)?
  • Wie viele Kochfelder müssen es sein?
  • Stichpunkt Energie: Wann amortisiert sich der Induktionsherd durch geringeren Strombedarf?

Wenn Sie diese Fragen klären, werden Sie gemeinsam mit dem Planungsprofi zu einem Ergebnis kommen, das Ihre Küche zu einem perfekten Lebensraum macht und an der Sie lange Freude haben. 

Anzeige

Cook & Serve inducTherm

Topf mit Deckel 1,25 l / 18 cm

Dieses Porzellan-Kochgeschirr ist sogar für Induktion geeignet. Praktisch: Mit dem formschönen Design macht es sich auch auf der Essenstafel gut. Und zum Aufbewahren der Speisen passen die Töpfe auch perfekt in jeden Kühlschrank.

74,90 €

inkl. 19% MwSt.
zzgl. Versandkosten

Lieferzeit 1-3 Tage

Neuer Inhalt

Küche einfach online planen

Klicken Sie sich zu Ihrer Traumküche – mit dem Online-Küchenplaner ganz einfach in drei Minuten.

Planung starten
MHK Kueche.de Newsletter auf dem Tablet © ty/Fotolia

Küchenideen per E-Mail

Lassen Sie sich inspirieren: Mit unserem Newsletter verpassen Sie keine Trends und Angebote mehr.

Jetzt anmelden
Budgetrechner: Wie viel Küche bekommt man für sein Geld?

Wie viel kostet meine Küche?

Den Preis der Traumküche im Voraus kalkulieren: So viel Küche können Sie sich leisten.

Jetzt berechnen