Geschirrspüler: Auf Energiebedarf achten

Family Size: Gerätegrößen für Familien

Wo herrscht schon um sieben Uhr morgens Hochbetrieb? Richtig, in der Familienküche. Wenn Sie also 1,47 Kinder – das ist der bundesdeutsche Schnitt – Ihr eigen nennen, dann sollten Sie bei der Küchenplanung in jeder Beziehung „groß“ denken. Kühlgeräte, Spültechnik und natürlich auch die Möglichkeiten zum Kochen und Backen müssen für Familien ausreichend dimensioniert sein. XXL heißt die Devise. Dank großzügiger moderner Küchengeräte geht das sogar bei erträglichen Stromkosten. Neben den Nahrungsmitteln für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt haben Sie laut Statistik dazu noch eine Viertel Tonne an Geschirr, Utensilien und Geräten unterzubringen. Also denken Sie „großzügig“, wenn Sie Ihre Küche planen.

Der Kühlschrank: die Keimzelle der Familienernährung

Wer seine Familie mit frischen Lebensmitteln versorgen will, benötigt einen ausreichend befüllbaren Kühlschrank. Zwei Erwachsene und zwei Kinder benötigen über 200 Liter Kühlraum, damit bis zu drei gesunde Mahlzeiten am Tag machbar sind. Rechnen Sie mit 80 Liter Kühlraum pro Person. Da der Kühlschrank ein großes Volumen hat und zudem 24 Stunden am Tag läuft, ist ein energieeffizientes Gerät ausgesprochen ratsam. A+++ oder A++ heißen die Energieeffizienzklassen, mit denen Sie besonders wirtschaftlich kühlen. Die Mehrkosten für diese hochwertigen Geräte haben Sie bald wieder eingespart. Denn ein „Plus“ mehr in der Zertifizierung bedeutet rund 25 Prozent weniger Strom. 

Die Innenausstattung des Familienkühlschranks sollte idealerweise viel Raum für frische Nahrungsmittel, also Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Milchprodukte bieten. Zu deren gekühlter Lagerung eignen sich besonders Null-Grad-Bereiche und -Schubladen. In diesen speziellen Kühlzonen bleiben frische Lebensmittel bis zu dreimal länger schmackhaft und knackig als in den herkömmlichen Kühlbereichen. Da keine Tür in der Küche öfter geöffnet wird als die Kühlschranktür, sollten Sie hier auf eine gute Erreichbarkeit des Kühlschrankinhalts achten. Auch die Kids sollten leicht an alles kommen und bequem zugreifen können. Daher ist gerade für Familien ratsam, den Kühlschrank nicht zu hoch zu platzieren.

Eiskalt kalkuliert: Vorratshaltung mit Gefriertechnik   

Die frischen Nahrungsmittel im Kühlschrank gehen auch bei sorgfältiger Planung oft schneller aus als erwartet. Kein Problem, wenn Sie Lebensmittel einfrieren. Das geht prima mit einer Kühl-Gefrierkombination, bei der unter dem Kühlschrank ein separater Gefrierschrank angeordnet ist. Ideal zum Einfrieren von Fleisch, Gemüse, Fisch oder auch vorgekochten Gerichten sind für Familien Gefriertruhen. Die müssen nicht zwangsläufig in der Küche stehen, da eignet sich durchaus auch ein Platz im Vorratsraum oder im Keller. Als Größenrichtwert gilt in etwa der des Kühlschrankvolumens: Pro Person sind 50 bis 80 Liter Gefrierkapazität komfortabel. Und selbstverständlich sind Sie auch hier mit einem energieeffizienten Gerät gut beraten – also wieder A++ oder A+++ mit besonders geringem Energieverbrauch. 

Checkliste Kühltechnik für Familien

  • Kühlschrankvolumen sollte 80 Liter pro Familienmitglied betragen
  • Null-Grad-Bereiche oder -Schubladen in ausreichender Dimensionierung vorsehen
  • Energieeffiziente Geräte A+++ oder A++ auswählen
  • Bei der Aufstellung/Platzierung an gute Erreichbarkeit für alle denken
  • Gefriermöglichkeit mit mindestens 50 Liter pro Person einplanen
  • Gefriertruhe muss nicht in der Küche stehen, Vorratsraum oder Keller sind okay!

Die Spülmaschine: der wichtigste Chaosvermeider

Wenn Sie eine Familienküche einrichten, sollten Sie unbedingt zu einem großen Geschirrspüler greifen: An einem 60 Zentimeter breiten Gerät kommen Sie kaum vorbei. Stellen Sie doch einmal das Tagesgeschirr – also je viermal Teller, Gläser und Besteck für Frühstück, Mittagsimbiss und Abendessen – in die Spüle und Sie werden schon für die Tatsache dankbar sein, dass dieses Geschirr aus dem Blickfeld verschwindet. Durchschnittlich läuft die Familienspülmaschine mindestens einmal am Tag – denn zum reinen Geschirr kommen noch Töpfe, Pfannen, Brotzeitdosen und Kaffeetassen hinzu. 

Da der Geschirrspüler täglich genutzt wird, sollten Sie auch hier ein Gerät mit einer sehr guten Effizienzklasse wählen – also auch hier A+++ oder A++. Achten Sie zudem auf die flexible Einteilung des Innenraums der Maschine – denn Töpfe und Pfannen sind nicht bei jedem Spülgang dabei. Dazu sollten Sie sich fachmännischen Rat einholen, auch in puncto Lautstärke. Ein Gerät, dessen Geräuschpegel unter 50 dB liegt, ist in jedem Fall zu bevorzugen, denn dann können Sie sich auch noch bequem in der Küche unterhalten, während der Geschirrspüler den Abwasch erledigt. Auch für offene Küchen ist ein geräuscharmer Geschirrspüler erforderlich. 

Wie alle anderen Elektrogeräte in der Küche können Sie natürlich auch die Spülmaschine in rückenschonender Höhe oberhalb der Arbeitsplattenhöhe in einen Küchenschrank integrieren. Das vereinfacht zwar das Ein- und Ausräumen spürbar, schließt aber andererseits kleine Kinder von der Mitarbeit aus. Falls der erhöhte Einbau nicht machbar ist, können Sie sich auch eine Maschine mit Mechanismus zulegen, bei dem der untere Korb auf die gleiche Höhe wie der obere Korb gefahren werden kann.   

Checkliste Spülmaschinen für Familien

  • 60 Zentimeter Breite sind ein Muss
  • Auf flexible Einrichtung der Spülkörbe achten
  • Geräuschklasse unter 50 dB auswählen
  • Hohe Effizienzklasse ist ratsam, mindestens A++, besser A+++
  • Bei der Platzierung klären, ob Kinder die Spülmaschine „bedienen“ können sollen

Die Kochstelle: Induktionstechnik ist für Familien beinahe ein Muss

Das Kochen hat sich verändert: Hohe Flexibilität bei Familienrezepten und schnelles Tempo bestimmen die kulinarischen Prozesse in der Familienküche. Da spielen Lebensmittelunverträglichkeiten ebenso eine Rolle wie die Vorlieben der einzelnen „Mitesser“. Das führt immer wieder zu separaten Gerichten, die anders zubereitet werden. Wie etwa ein feuriges Chili con Carne für die Erwachsenen und gleichzeitig die Kindervariante ohne echte „Scharfmacher“. Das heißt, Ihre Kochstelle sollte über ausreichende Kochfelder verfügen – denn oft bereiten Sie ja auch parallel zum Hauptgericht Rezepte für Kinder zu. Sie benötigen also eigentlich mehr Kochfläche, als sie ein Standardherd in einer „Küche für vier Personen“ bietet. Ideal sind sechs Kochstellen, dann sind Sie für alle Eventualitäten gewappnet. Entscheiden Sie sich, wenn möglich, für Induktionstechnik. Diese hat gleich mehrere Vorteile. Aus Energiesicht: Sie benötigen nur dort Hitze, wo der Topf tatsächlich steht. Vor sich hin glühende Kochfelder sind passé. Die Induktionstechnik erhitzt nämlich millimetergenau den Boden des Kochgeschirrs. Auf dem restlichen Glaskeramikfeld hingegen bleibt es kühl. Das führt zum zweiten unschlagbaren Vorteil dieser Technik: Die Kids können sich nicht mehr die Finger verbrennen, wenn Sie aus Neugierde auf den Herd langen. Wie bei der Ceranfeldtechnik mit einzelnen Kochfeldern ist natürlich auch das Induktionskochfeld sehr leicht zu reinigen. Vorteil drei: Induktion bietet mit Flexzonen oder vollflächigen Kochfeldern enorm viel Spielraum. Bei Flexzonen lassen sich mehrere Felder zu einem Großen zusammenschalten, während bei Vollflächeninduktion der Bräter nicht nur überall stehen kann, sondern auch die gesamte Größe des Kochfelds einnehmen kann. Sprechen Sie Ihren Küchenplaner zudem auf das Bedienungsfeld an: Gerade beim Ausstatten der Familienküche sollten Sie sich für die absperrbare Variante entscheiden, um die Kinder gar nicht erst in Versuchung zu führen. 

Checkliste Kochstelle für Familien

  • Auf genügend Kochfelder achten – sechs sind ideal
  • Unbedingt Induktionstechnik auswählen, für Familien das A & O
  • Auf die Geräteeffizienzklasse achten: A+++ oder A++
  • Bedienfeld mit Sperrfunktion erhöht die Sicherheit
Backofen: große Größen für Familien © WavebreakMediaMicro/Fotolia

Backofen: große Größen für Familien

Für die große Pizza oder den Sonntagsbraten brauchen Sie Platz: Achten Sie beim Kauf eines 60 cm breiten Backofens deshalb auf einen großen Garraum.

Der Backofen – für die Klassiker unter den Familiengerichten

Auch bei der Wahl des Backofens gilt: Extra large ist Ihr Maß, wenn Sie eine Familienküche einrichten. Ein Standardgerät ist 60 Zentimeter breit und ebenso hoch. Kleinere Modelle sollten Sie nicht in Erwägung ziehen, denn schon der Sonntagsbraten ist schlagender Beweis, dass es diese Größe sein muss, von der Weihnachtsgans ganz zu schweigen. Prinzipiell ist es sogar eine Überlegung wert, ob Sie sich für komfortable 90 Zentimeter Breite entscheiden. Meistens reicht es allerdings schon aus, bei dem Kauf eines 60-Zentimeter-Backofens darauf zu achten, dass er über einen großen Garraum verfügt. Dann passt auch die selbst gemachte Pizza für die 12 hungrigen Mäuler vom Kindergeburtstag locker hinein. 

In Sachen Sicherheit sind besonders für Familien Details wichtig: So bieten die Hersteller Scheiben an, die außen auch bei Vollbetrieb des Backofens kühl bleiben – für Kinderhände beinahe ein Muss. Wichtig für die souverän geplante Familienküche ist auch der Standort des Backofens. Am besten ist es, wenn Sie den Backofen in der optimalen Arbeitshöhe für Erwachsene einbauen, also auf Brusthöhe, 20 Zentimeter oberhalb des Niveaus Ihrer Arbeitsplatte. Entscheiden Sie sich für den klassischen Einbau unter dem Kochfeld, erhöhen Sie die Sicherheit durch einen Auszug, mit dem Sie das fertig gegarte Gericht einfach aus dem Ofen ziehen. Das verhindert das gefährliche Hineingreifen in den Ofen bei gebückter Körperhaltung, bei der Sie sich leicht an der Oberkante des Backofens verbrennen könnten. 

Für die gesunde Ernährung ist es auch eine Überlegung wert, den Backofen mit Dampfgarfunktion auszuwählen. Damit gelingen viele Gerichte noch schneller und auch parallel, weil der Dampf Aromen nicht überträgt. Noch besser ist ein separater Dampfgarer neben dem Backofen. Dann können Sie eine große Portion Gemüse garen, während im Backofen die Fischstäbchen knusprig gebacken werden. Besonders Fisch, Gemüse und edle Fleischsorten bekommen im Dampfgarer einen ganz besonderen Touch und behalten Ihr volles Aroma und alle Vitamine. Diese Geräte benötigen unter Umständen einen eigenen Wasseranschluss, was schon zu Beginn der Planungsphase zur Sprache kommen sollte. 

Da ein Familienbackofen oft im Einsatz ist, sollten Sie ein Gerät mit Selbstreinigungsprogramm bevorzugen. Ihr Geräteexperte wird Ihnen verschiedene Techniken demonstrieren, die allesamt auf der Pyrolyse-Technik basieren: Große Hitze lässt dabei die Rückstände vom Backen und Braten zu Staub zerfallen, den Sie nach dem Heizvorgang bequem mit einem feuchten Lappen wegwischen können. 

Checkliste Backofen für Familien

  • Bei klassischer Einbauart unter der Kochstelle auf Auszug achten
  • Thermoscheibe ist Pflicht: Die beleibt außen kalt, wenn der Backofen in Betrieb ist
  • Ein Selbstreinigungssystem erleichtert das Handling ungemein

In der Familienküche sind Sie mit ausreichend dimensionierten Geräten einfach besser aufgestellt. Achten Sie bei Kühltechnik, Geschirrspüler, Kochstelle und Backofen auf ein Volumen, mit dem Sie dem täglichen Ansturm gerecht werden. Hinzu kommt das wichtige Thema der Unfallvermeidung. Der MHK-Experte Thomas Brühl, Inhaber eines Küchen-Fachgeschäftes in Berlin, erklärt: „Bei der Planung einer Familienküche sind die Sicherheitsaspekte für eine kindersichere Küche wichtig. Wir zeigen Ihnen Geräte, die absolut familienkompatibel und sicher sind – auch wenn die lieben Kleinen mal unbeaufsichtigt in der Küche sind. Ganz im Sinne einer Küche auch für Kinder.“ Mit den richtigen Geräten stemmen Sie den Alltag im Familienzentrum Küche spielerisch und gewinnen wertvolle Zeit für die anderen wichtigen Dinge im Leben.  

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