Den Backofen mit dem Tablet steuern.

Smart Kitchen: die vernetzte Küche

Technologien erleichtern in vielen Bereichen des Lebens unseren Alltag und immer häufiger erreichen intelligente Systeme auch die Küche. Von beweglichen Küchen bis hin zur ausgeklügelten Vernetzung von Küchengeräten bietet die Smart Kitchen Raffinesse und Komfort – steuerbar über Tablet, PC oder Smartphone. Der Clou: Sie müssen weder ein Technikfreak sein noch ein Vermögen investieren. Smart-Kitchen-Lösungen gibt es nämlich auch für Einsteiger, die in die vernetzte Welt reinschnuppern wollen, ohne gleich ein Space-Lab aus Ihrer Küche zu machen. Wir zeigen Ihnen sinnvolle Ansätze, die das Leben leichter machen.

Die Küche wird Teil des Smart-Home-Konzepts

Die Küche der Zukunft präsentiert sich mit mehr Komfort, höherer Sicherheit und vernetzten Modulen, die beim Energiesparen helfen. Davon profitieren Technikfreaks ebenso wie ältere Menschen und Familien. Schon heute können Sie etliche Geräte kaufen, die für eine Vernetzung ausgerüstet sind. Wenn Sie also in Richtung eines Smart Home denken, ist es nur konsequent, darin auch die Küche zu berücksichtigen. Nicht alles, das vernetzt werden kann, ist für jeden auch sinnvoll. Aber schon heute gibt es komfortsteigernde Ansätze, die das Leben in der Küche schneller, komfortabler, aber auch flexibler machen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, im Mehrgenerationenhaus die Küchenmöbel beweglich zu installieren. So kommt jeder, der die Küche nutzt, bequem an alle Arbeitsbereiche und Stauflächen.

Smarte Küchen und ihre Technikeinheiten werden über ein Tablet oder Smartphone gesteuert. Smart wird’s schon vor dem Aufstehen, denn noch im Bett bestellen Sie Ihre Lieblingskaffeespezialität, die der Vollautomat eigenständig zubereitet, während Sie gemütlich in Richtung Bad schlendern. Neben dem Kaffeeautomaten sind auch Kühlschrank, Backofen, Kochfeld und Geschirrspüler virtuell eingebunden ins Smart-Konzept. So können Sie per App beispielsweise den Auflauf im Backofen schon mal auf Temperatur bringen, während Sie auf dem Rückweg vom Büro noch im Stau stehen – ein Klick auf der Smartphone-App genügt.

Smart Home verbindet sich mit der Küche

Smart Home verbindet sich mit der Küche

Die Smart-Home-Technik macht auch vor der Küche nicht Halt. Dabei ist es nicht nur etwas für Technikfreaks, auch Familien und ältere Menschen können von vernetzten Küchengeräten profitieren.

Keine Ahnung, was im Kühlschrank ist? Schauen Sie doch von unterwegs bequem rein!

Für den Abstecher in den Supermarkt werfen Sie noch kurz einen virtuellen Blick in den Kühlschrank: Die dort installierte Kamera sendet Ihnen ein Bild und zeigt Ihnen, ob das Gemüsefach nicht doch noch einen schnellen Salat hergibt und ob zum Entspannen vor dem Kamin ein trockener Weißwein in den Einkaufskorb muss.

Vernetzt ist auch die Spülmaschine: Die erinnert nämlich ans Ausräumen und Sie können das prima an die Kinder delegieren, solange Sie noch an der Supermarktkasse stehen. Mit diesen Features ist es Ihnen also möglich, auch aus der Ferne Einfluss aufs Geschehen in der Küche zu nehmen. Doch auch wenn Sie den Heimweg endlich bewältigt haben, geht Ihnen die Smart Kitchen komfortabel zur Hand: Auszüge öffnen Sie durch einen Fingertipp auf einen Sensor, den Induktionsherd mit Tischabzug steuern Sie über ein bedienfreundliches Touchpanel und Backofen sowie Dampfgarer unterstützen Sie mit speziellen Programmen, die zahllose Gerichte auf den Punkt garen, während Sie auf der Couch Ihren Aperitif genießen.   

Smarte Anbindung an die Haustechnik

Ihre Smart Kitchen können Sie natürlich über passende Schnittstellen auch mit anderen Smart-Systemen Ihres Hauses verbinden. Etwa zur Regelung der Heizung, der Beleuchtung oder vernetzter Unterhaltungselektronik. In einem Smart Home haben Sie über die Steuerdevices von überall die Möglichkeit, die Module der Haussteuerung zu schalten und zu skalieren. Das hilft beim Stromsparen und erhöht natürlich die Sicherheit. Denn sie können stets überwachen, wo Stromverbraucher aktiv sind – und sie gegebenenfalls abstellen. Über eine Schnittstelle, das sogenannte „Home Control“, steuern Sie per App das komplette Netzwerk. Die Küche mit Smart-Home-Anbindung ist dank Einbindung der Licht- und Stromquellen schon Teil von Smart-Home-Anwendungen. 

Ein Feature ist für ältere Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen hilfreich und gehört ebenfalls zur Smart Kitchen: Sie können den Küchenfußboden mit Sensoren versehen, die eine Sturzwarnung auslösen, sobald jemand in der Küche zu Fall kommt. 

Die Zeit der vernetzten Küche ist schon Realität

Erörtern Sie mit Ihrem Küchenplaner, welche Technologien der Smart Kitchen zu Ihren Lebensgewohnheiten passen oder was Ihnen (noch) zu verspielt erscheint. Auf jeden Fall machen Sie keinen Fehler, wenn Sie bei der Vorbereitung und der technischen Ausstattung Ihrer neuen Küche bereits Grundlagen für eine spätere Vernetzung einplanen. Und mit der Auswahl Ihrer Geräte können Sie schon heute Smart-Kitchen-Ansätze nutzen, ohne gleich alles über Apps zu steuern. 

Folgende Aspekte sprechen für Smart-Kitchen-Module in Ihrer Planung: 

  • Energie sparen: Ein Smart-Kitchen-System ermöglicht es mit Leichtigkeit, die gesamte Beleuchtung und Geräte im Stand-by-Modus per Touchpoint am Abend auszuschalten. 
  • Sicherheit: Sie sparen nicht nur Energie, sondern schaffen Sicherheit vor unerwarteten Kurzschlüssen oder Kabelbränden. Ebenso können Rauchmelder in das System eingebunden werden. Kommt es zur Rauchentwicklung, werden Sie über Ihr mobiles Endgerät gewarnt, egal wo Sie sind. Auch eine optische Überwachung und Wassermelder sind möglich und in der Smart Kitchen nutzbar. Bei Wasserschäden oder unerwünschtem Besuch durch Einbrecher werden Sie sofort alarmiert. 
  • Ergonomie: Schmerzende Rücken sind passé mit der beweglichen Küche, als Teil einer Smart Kitchen, mit höhenverstellbarem Herd, Arbeitsplatte und Küchenschränken. Damit passt sich die Küche ihrem jeweiligen Benutzer an und sorgt für angenehmes Arbeiten.
  • Seniorengerecht: Das Thema Smart Kitchen bietet auch für ältere Menschen einige Vorzüge. Besonders die Überwachung via Kamera oder Bodensensoren, die einen Sturz oder fehlende Bewegungen gleich an das Alarmsystem melden, sind unentbehrlich. Die Vernetzung mit Notfallknöpfen machen ein seniorengerechtes und sicheres Kochen erst aus. Das macht es möglich, auch im hohen Alter in den eigenen vier Wänden selbst zu kochen, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. 
  • Freude am Kochen: Mit Smart-Home-Technologie lässt sich auch das Kochvergnügen steigern, entweder allein oder mit Familie und Freunden. Mit Bluetooth-Waage und Temperaturfühlern bis hin zu Hightechküchengeräten wie Vakuumgarer und WLAN-fähigem Backofen ist alles dabei, um die Freude am Kochen auf ein ganz neues Level zu heben.

Ihr Schritt in die Welt von morgen – ein ausgewogenes Smart-Kitchen-Design

Die passende Smart Kitchen im Smart-Home-System ist ein Konzept, das lebensbegleitend mitwächst. Einsetzbar als Familienkonzept und im seniorengerechten Wohnen erfüllt es immer genau die Bedürfnisse, die Sie sich für Ihre Küche wünschen. Vor der Anschaffung einzelner Smart-Kitchen-Elemente ist jedoch immer auf die Systemvoraussetzung und Kompatibilität mit dem eigenen Smart-Home-System zu achten. Der MHK-Experte Thomas Brühl, Inhaber eines Küchen-Fachgeschäftes in Berlin, betont: „Entscheidend für Ihre Smart Kitchen ist, dass wir bei der gemeinsamen Planung zunächst die Anbindung an Ihre Smart-Home-Technik klären. Wenn diese Schnittstelle funktioniert, achten wir darauf, dass Ihr Smart-Kitchen-System mitwachsen kann.“