Gedämpfter Fisch, Brokkoli und Katroffeln

Das macht dem Geschmack Dampf

Tipps und Tricks für das Kochen mit dem Dampfgarer

„Was für ein Geschmackserlebnis!” – diese Reaktion erlebt man häufig, wenn man Gästen etwas aus dem Dampfgarer kredenzt. Brokkoli, Fisch und Reis sind die Paradebeispiele: Dämpfen steht in der modernen Küche für die beste Form der schonenden, fettarmen Zubereitung, die Aroma und Vitamine bewahrt.

Das Prinzip des Dampfgarens ist schnell erklärt: Heiße Luft und Wasserdampf umhüllen mit einer Temperatur von konstant 100 Grad die Speisen und garen sie damit extrem schonend. Da die Lebensmittel nicht im Wasser liegen, kann auch das Aroma nicht ausgeschwemmt werden oder die Speisen verwässern. 

Der Dampfgarer in der Küche ist eine perfekte Ergänzung zu Backofen und Kochfeld. Schon gewusst: Das asiatische Bambuskörbchen für Dim Sum ist das Vorbild für moderne Dampfgarer. Vom Aussehen her gleichen die großen Geräte allerdings mehr einem Backofen. Bei der Küchenplanung werden diese in das Design miteinbezogen. Am besten baut man sie für eine bessere Ergonomie in Brusthöhe in Hochschränke ein. Für bestehende Küchen bieten die Hersteller Geräte mit verschiedenen Nischenmaßen zum nachträglichen Einbau an. 

Lamm im Dampfgarer mit Bratthermometer

Fleisch, so trocken wie eine Schuhsole – nicht mit einem Dampfgarer. Der permanente Wasserdampf sorgt dafür, dass die Speisen nicht austrocknen.

Gesünder kochen mit Dampf:

  • In den Speisen bleiben im Vergleich zu anderen Garmethoden bis zu doppelt so viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe erhalten
  • Die Speisen trocknen nicht aus
  • Es entstehen keine schädlichen Röststoffe
  • Sie benötigen kaum Öle oder Fette zum Garen
  • Der intensivere Eigengeschmack spart Salz, was positiv auf den Blutdruck auswirkt
  • Natürliche Farbe, Struktur und Geschmack der Lebensmittel bleiben erhalten
  • Nichts brennt an oder verkocht
  • Gerüche bleiben im Garraum


Alle Speisen, die gekocht werden können, eignen sich auch für Dampfgaren: Kartoffeln, Reis und Gemüse sind dabei die Favoriten. Es bietet sich aber auch an, um Tiefkühlgut aufzutauen oder Gläser und Fläschchen zu sterilisieren.

Dampfgaren wird in der Profi-Gastronomie schon sehr lange geschätzt und eingesetzt. Im Steamer werden Speisen warm gehalten oder Vorbereitetes erhitzt – Süßes und Saures, Lachs und Schokoladenpudding sogar gleichzeitig, da sich die Aromen nicht über den Wasserdampf vermischen können.

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Vorurteile lösen sich im Dampf auf

Teuer und kompliziert, das ist das Vorurteil, dass den Dampfgarern immer noch anhängt. Dabei ist die Bedienung eines Dampfgarers alles andere als kompliziert. Auch hier können Sie sich dank Automatikprogrammen und Sensor-Technik zurücklehnen, während das Gericht im Gerät gart. Trotzdem gibt ein paar Grundregeln, die Sie bei der Kochmethode beachten müssen.

Tipps und Tricks beim Dampfgaren:

  • Fast alles wird mit 100 Grad gegart.
  • Ausnahmen sind beispielsweise Würstchen, diese sollten bei circa 90 Grad gegart werden – sie würden sonst platzen. Auch Fisch wird bei 75 bis 85 Grad gegart, damit das Eiweiß nicht ausflockt.
  • Werden mehrere Speisen übereinander gegart, muss genügend Abstand zwischen den Schalen sein, damit der Wasserdampf zirkulieren kann.
  • Bei 40 Grad geht Hefeteig gut auf und fester Honig entkristallisiert sich sanft.
  • Kräuter oder Zitronenscheiben geben beim Garen eine zusätzliche Geschmacksnote und sehen beim Servieren immer noch appetitlich aus, genauso wie Bananen- oder Kohlblätter.
  • Aufwärmen im Dampfgarer lässt Speisen wie frisch gekocht schmecken. Es nennt sich hier regenerieren.
  • Gläschen und Fläschchen für Babys oder Trinkflaschen, die man bei Sport oder Arbeit dabei hat, lassen sich in 15 Minuten sterilisieren. 
  • Tiefkühlkost kommt ohne Auftauen in den Dampfgarer.
  • Aromen werden nicht übertragen, solange die Speisen garen. Allerdings dürfen Lebensmittel mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen nicht gemeinsam im Dampfgarer abkühlen.
  • Kross werden Speisen in Kombigeräten oder wenn sie nach dem Garen noch kurz in der Pfanne geröstet werden.
  • Zum Dampfen kann man jedes Geschirr verwenden. Besonders geeignet sind dünne Schalen, die sich schnell erhitzen und auch wieder abkühlen. Dickwandiges Geschirr erhöht die Garzeit.
  • Servierschalen werden einfach kurz mit in den Dampfgarer gestellt und so unkompliziert erwärmt.