Gerät mit einem flächenbündigen Griff

Elektrogeräte für grifflose Küchen

Grifflose Küchen erfreuen sich schon seit Jahren stetig steigender Beliebtheit. Die Eleganz und Schlichtheit des Designs und die pure Modernität, die eine Küche ohne Griffe ausstrahlt, lässt viele Verbraucher zu dieser Küchenvariante greifen. Fast immer sind es vor allem ästhetische Gründe, die den Ausschlag für den Verzicht auf Griffe geben. Die Ausstattung der grifflosen Küche mit Geräten ist allerdings nicht ganz leicht, denn Griffe an Backofentüren oder Mulden an der Spülmaschine können den optischen Gesamteindruck negativ beeinflussen. Gerade in sonst makellos einheitlichen Flächen fallen derartige Unterbrechungen besonders auf und können im Extremfall dazu führen, dass die ganze Küche ihren edlen und modernen Look verliert. Um dies zu verhindern, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder man setzt auf Geräte, die voll in die Küche integriert sind und mit der entsprechenden Front verkleidet werden, oder man nutzt flächenbündige Geräte ohne Griffe, die sich mithilfe innovativer Mechaniken auch ohne Griff öffnen lassen.

Vollintegrierte Küchengeräte

Ein Weg, auf Griffe bei Geräten zu verzichten, ist die Vollintegration der Geräte. Dabei werden diese in einem eigenen Schrank verbaut und die Vorderseite mit derselben Front versehen wie der Rest der Küche. Nachteilig ist allerdings, dass Sie diese Küchengeräte dann nur in geöffnetem Zustand bedienen können. Vollintegrierte Kühlschränke sind in modernen Einbauküchen eigentlich schon Standard. Daneben erfreuen sich die vollintegrierten Geschirrspüler immer größerer Beliebtheit. Bei diesen Geräten verbirgt sich die Bedieneinheit im oberen Rand der Tür. Bei Einbauherden, Einbaubacköfen oder Einbaumikrowellen hat sich der Trend noch nicht durchgesetzt, da man hier auch freie Sicht in den Garraum benötigt. Zudem gelten bei Backöfen und Co. auch spezielle Sicherheitsvorschriften, wenn diese in einen Schrank verbaut werden (z.B. Sicherheitsabschaltung bei zu hohen Temperaturen).  

Die perfekte Linienführung und die „Vollflächigkeit” der Küchenanmutung kann natürlich auch manchmal bewusst unterbrochen werden durch den Einsatz von Geräten mit anderer Front. Daher geht der Trend aktuell eher in Richtung von Geräten, die zwar keine Griffe haben, sich aber trotzdem von der Front absetzen. So kann die Optik der Küche durch die Küchengeräte strukturiert werden, ohne dass die flächige Anmutung durch Griffe ruiniert wird.

Backofen mit Finger auf Touch2Open-Funktion

Der grifflose Backofen wird geöffnet, indem man die Touch2Open-Funktion auf dem Bedienfeld anklickt. Dadurch öffnet sich die Tür automatisch einen Spalt breit.

Grifflos dank cleverer Technik

Generell gilt: Mit dem Verzicht auf Griffe werden andere Lösungen zur Öffnung von Schränken oder Geräten notwendig. Bei Küchenschränken gibt bereits seit Längerem eine ganze Palette verschiedenster Bedienkonzepte. Seien es einfache Griffleisten oder Griffmulden, mechanische Tip-on-Lösungen oder elektronische Serv-on-Varianten. Die beiden letzten Ansätze haben allerdings den Nachteil, dass sie Platz im Inneren des Schrankes brauchen und der Stauraum dadurch geringfügig weniger wird. Bei Schränken ist dies in der Regel kein großes Problem, aber für den Einsatz in Geräten sind derartige Lösungen ungeeignet.

Hersteller NEFF bietet in seinem Sortiment Backöfen mit einem flächenbündigen Griff an. Durch eine leichte Kippbewegung nach hinten kann man in die entstandene Griffmulde fassen und so den Backofen öffnen. Es gibt aber auch Modelle, die ganz ohne Griff auskommen und sich so harmonisch ins Gesamtbild der grifflosen Küche einfügen. Diese grifflosen Backöfen lassen sich mit der sogenannten Touch2Open-Funktion öffnen. Eine leichte Berührung der entsprechenden Taste auf dem Bedienfeld genügt, die Tür wird entriegelt und öffnet sich wie von selbst einen Spalt breit. 

Auch bei vollintegierten Geschirrspülern gibt es unterschiedliche Methoden, wie sich die Tür ganz ohne Griff öffnen lässt. Einmal reicht ein leichter Druck gegen die Tür im oberen Bereich, bei anderen Spülern klopft man zweimal an („Knock2Open”).

Vollendete Flächen dank unsichtbarer Bedienelemente

Puristische Designfans, die Wert auf eine flächige Küchenoptik legen, empfinden oft schon Bedienelemente wie Drehregler und Schalter am Geräte als störend. Aber auch hier finden sich mittlerweile zahlreiche Lösungen am Markt, die einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten. So zählt die Bedienung von Kochfeldern, Abzugshauben oder Backöfen über integrierte Touch-Displays mittlerweile zum Standard bei aktuelle Küchengeräten. Hier genügen leichte Berührungen oder ein sanftes Wischen, um die Geräte zu steuern. Eine weitere Möglichkeit sind versenkbare Knebel bei Backöfen, die mit leichtem Druck aus dem Gerät fahren und auch genauso leicht wieder eingefahren werden können. 

Noch ein Tipp

Bevor Sie sich für den Kauf griffloser Geräte entscheiden, sollten Sie bedenken, dass diese durch den direkten Kontakt beim Öffnen schneller schmutzig wirken. Denn selbst die schönste Oberfläche erscheint unansehnlich, wenn sie mit Fingerabdrücken übersät ist. Sie sollten daher unbedingt beachten, dass die Geräte eine möglichst schmutzabweisende Beschichtung besitzen. Und für den Fall, dass das Gerät doch einmal fleckig wird: Grifflose Küchengeräte lassen sich in der Regel einfach reinigen. Meist genügt es schon mit einem feuchten Tuch über die Oberfläche zu wischen und schon erstrahlt das Gerät wieder in vollem Glanz.

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