Häufige Fehler bei der Küchenplanung © Vladimir Gerasimov/Fotolia

Die 10 häufigsten Fehler bei der Küchenplanung

Eine Küche selbst zu planen ist kein einfaches Unterfangen, vor allem für einen Laien. Denn es handelt sich dabei nicht nur um einen Raum mit vielen Schränken. Die Küche muss – neben der Tatsache, dass Sie Ihnen optisch gefällt – in erster Linie funktional aufgebaut sein. Wenn Sie ständig kreuz und quer durch die Küche laufen müssen, weil Sie bei der Planung das Arbeitsdreieck nicht bedacht haben, werden Sie schnell genervt sein und das Kochen wird zur Qual. Wenn Sie nicht an ausreichend Stauraum gedacht haben, müssen Utensilien oder Kleingeräte in Schränke außerhalb der Küche verstaut werden, wo sie schnell in Vergessenheit geraten. 

Sie sehen, bei der Küchenplanung kann so einiges schief gehen oder vergessen werden. Wir haben hier die 10 häufigsten Planungsfehler aufgelistet, die Sie vermeiden sollten. Übrigens: Ein professioneller Küchenplaner kennt alle Fehler und zeigt Ihnen immer gute Alternativen, diese zu umgehen.

Fehler 1: Falsche Küchenform

Die neue Küche muss Ihnen gefallen, das ist klar. Trotzdem sollten Sie bei der Planung auch die räumlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Denn auch wenn Sie sich unbedingt eine Küche mit Insel wünschen: Mindestens 15 Quadratmeter Grundfläche sollte dafür zur Verfügung stehen. Zudem sollten Sie kein Pult in die Mitte des Raumes planen, wenn Sie immer wieder umständlich daran vorbei gehen müssten. Der Küchenprofi wird Ihnen eine geeignete Form für den Raum vorschlagen und dabei auch so gut wie möglich Ihre individuellen Wünsche berücksichtigen.

Fehler 2: Zu wenig Stauraum

Ob es sich nun um eine Single-Küche auf acht Quadratmetern oder eine Familienküche mit über 15 Quadratmetern handelt – genügend Stauraum ist immer wichtig. Wussten Sie, dass ein Vier-Personen-Haushalt durchschnittlich 250 Kilo an Küchenequipment unterbringen muss? Damit die Schubladen nicht bis zum Bersten gefüllt sind und Sie auch alles leichter finden, sollten Sie ausreichend Schränke in der Küche einplanen. Geht die Küche über Eck, helfen spezielle Eckschränke, den Stauraum optimal auszunutzen. Ist es nur eine kleine Küche, können Sie mit besonders hohen Oberschränken mehr Aufbewahrungsfläche schaffen.

Küche mit AEG Geräten

Zwischen dem Kochfeld und der Spüle sollte sich genug Arbeitsfläche befinden, um schnell mal eine Topf abzustellen oder Gemüse zu schneiden.

Fehler 3: Zu kleine Arbeitsflächen

Nach fehlendem Stauraum gehört zu wenig – und vor allem falsch platzierte – Arbeitsfläche zu den häufigsten Planungsfehlern. Küchenprofis empfehlen, dass sich die Hauptarbeitsfläche zwischen der Spüle und dem Kochfeld befinden sollte. Mindestens 60cm bei einer kleinen Küche und 120cm bei einer größeren. Hier können Sie dann fix mal einen Topf abstellen, die Lebensmittel schneiden und zwischenlagern, bevor sie in die Pfanne kommen oder die Teller abstellen. Generell sollten die Arbeitsfläche großzügig geplant werden, denn erfahrungsgemäß werden auch viele Kleingeräte wie Toaster, Kaffeemaschine oder Mikrowelle abgestellt, die Platz wegnehmen.      

Fehler 4: Lange Arbeitswege

Falsch geplante Küchen sorgen dafür, dass Sie lange Arbeitswege zurücklegen müssen. Das gilt es zu vermeiden. Das sogenannte Arbeitsdreieck muss bei der Küchenplanung berücksichtig werden. Es markiert die drei wichtigsten Punkte in einer Küche, die für Rechtshänder in folgender Reihenfolge angeordnet sein sollten: Aufbewahren, Spülen und Kochen. Das Arbeitsdreieck kann und muss in jeder Küchenform Beachtung finden, damit Sie sich den Kochalltag erleichtern. Die Wege zwischen den Bereichen sollten so kurz wie möglich sein. Bei Linkshändern ist das Arbeitsdreieck einfach in umgekehrter Reihenfolge zu planen.

Arbeitsplatten auf die Körpergröße anpassen

Die Höhe der Arbeitsplatte muss auf den Hauptnutzer der Küche angepasst werden – sonst drohen Rückenschmerzen.

Fehler 5: Falsche Arbeitshöhe

Es gibt sogar Fehlplanungen in der Küche, die sich negativ auf Ihre Gesundheit auswirken können. Die falsche Arbeitshöhe ist eine davon. Ist die Höhe der Arbeitsplatte nicht richtig abgestimmt, kann das dazu führen, dass man entweder ständig gebeugt steht oder die Arme extrem abgewinkelt auf der Arbeitsplatte aufliegen. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie – sofern es ein Mehr-Personen-Haushalt ist – zuerst einmal festlegen, wer die Küche hauptsächlich benutzen wird. Auf diese Person wird die Arbeitshöhe dann ausgerichtet. In einem Küchenfachgeschäft wird das über den Ergonometer gemacht. Mit Hilfe dieses speziellen Messgerätes lässt sich die optimale Arbeitshöhe feststellen.

Fehler 6: Türen an den Unterschränken

Ein häufiger Fehler bei der Küchenplanung sind Unterschränke mit Türen. Viele greifen bei der Planung dazu, weil diese Lösung vermeintlich günstiger ist. Das rächt sich aber im Alltag und Sie werden sich nach gewisser Zeit wünschen, dass Sie doch besser Auszüge gewählt hätten. Denn bei Türen muss man sich bücken und teilweise in die Tiefen des Schranks kriechen, um an den Inhalt zu kommen. Bei Auszügen fährt dagegen der gesamte Inhalt aus dem Schrank heraus und Sie behalten den Überblick. Sollten Sie also vor der Wahl stehen, Auszüge oder Türen, sind in jedem Fall die Auszüge zu bevorzugen, wenn Sie ein wenig Komfort in der Küche wünschen.

Fehler 7: Fehlende Steckdosen

Nichts ist schlimmer als Kabelsalat – was viele sicherlich beim Fernseher oder Computer kennen und dort dann meist hinter den Möbeln so gut wie möglich verstecken. Auch in der Küche sollten Sie Kabelsalat tunlichst vermeiden, auch da hier und da mal Wasser oder andere Flüssigkeiten umher spritzen oder überlaufen können. Damit Sie erst gar nicht in die Verlegenheit kommen, mit Mehrfachsteckdosen oder ähnlichem Ihre Küche aufzurüsten, sollten Sie schon im Vorfeld genug Steckdosen einplanen. Hier gibt es von den Herstellern verschiedene Möglichkeiten an verstecken Steckdosen, damit nicht zu viele sichtbar sind – denn auch das kann die Optik der Küche stören. 

Küche gut ausleuchten

Küche gut ausleuchten

Eine Deckenlampe reicht nicht aus. Die Arbeitsplatten und das Kochfeld müssen zusätzlich beleuchtet werden, damit das Kochen leicht von der Hand geht.

Fehler 8: Mangelhafte Beleuchtung

Nur eine Lampe ist nicht genug! Bei vielen hängt in der Küche die Standard-Deckenlampe. Doch diese kann bei weitem nicht so umfassend ausleuchten, dass Sie auf den Arbeitsflächen alles erkennen. Vor allem der Bereich unter Oberschränken liegt oft im Schatten – und genau dort soll doch vorbereitet, geschnitten und gekocht werden! Deshalb muss neben der Grundbeleuchtung an der Decke auch an ein Arbeitslicht gedacht werden. Wer zusätzliches Ambiente schaffen will, kann sich Beleuchtung mit Dimm- oder Farbfunktion in die Küche holen.

Fehler 9: Mangelhaftes Abfallkonzept

Heutzutage gibt es kaum noch einen Bezirk, in dem der Abfall nicht getrennt werden muss. Drei bis vier unterschiedliche Tonnen (zum Beispiel Papier, Hausmüll, Biomüll und Wertstoff) sind keine Seltenheit mehr. Daran denkt man bei der Küchenplanung aber selten, was zu Folge hat, dass es oftmals nur einen kleinen Mülleimer unter der Spüle gibt. Beachtet man das schon bei Planung, kann man einen Müllauszug in der Küche verwirklichen. In diesem tiefen Aufzug lassen sich nicht nur mehrere Müllbehälter unterbringen, meist bleibt auch noch Platz für Putzmittel und Co.

Fehler 10: Fehlende Harmonie zum Rest des Wohnbereichs

Offene Küchen sind beliebt, doch bei der Planung sollten Sie den restlichen Wohnbereich nicht außer Acht lassen. Wenn Sie Ihren Wohnraum modern und gradlinig eingerichtet haben, passt eine Küche im Landhausstil nicht zum Rest. Die offene Küche und der Wohnraum sollten wie eine Einheit wirken. Um diesen einheitlichen Effekt zu verstärken, bieten Küchenhersteller an, dass man einige Küchenschränke auch im Wohn- und Essbereich verwenden kann. So verschmelzen die Räume auch in Sachen Möbeln harmonisch miteinander. 

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