Ratgeber

Kleine Küche: Tipps für Planung und mehr Stauraum

Wohnraum ist knapp und oftmals wird gerade in der Küche an Quadratmetern gespart. Und auch die Anzahl der Singlehaushalte steigt immer weiter. So lebten im Jahr 2018 laut statistischem Bundesamt rund 17,3 Millionen Menschen oder etwa jede fünfte Person in Deutschland in einem Einpersonenhaushalt. Und diese eine Person hat meist grundsätzlich andere Anforderungen an eine Küche als ein Mehrpersonenhaushalt.

Kleine Küchen brauchen gute Planung

Singles brauchen deutlich weniger Stauraum für Geschirr, Vorräte und Co., es  werden geringere Mengen gekocht und es fällt weniger schmutziges Geschirr an. Kurzum: Für Singles reicht meistens eine kleinere Küche. Trotzdem kann auch in einer kleinen Küche echtes Wohlgefühl entstehen. Hier ist eine durchdachte Planung noch wichtiger als bei großzügigen Raumverhältnissen. Denn mit viel Planungsgeschick, smarter Technik, geschickter Wahl von Farben, Möbeln und Dekoration sowie individuellen Stauraumlösungen lassen sich nahezu alle Wünsche auch auf kleinem Raum realisieren.

Wer eine kleine Küche hat, muss den vorhandenen Platz ausnutzen. Hierfür ist es notwendig, dass die Küche ausgemessen wird – und zwar zentimetergenau –, damit kein Platz verschenkt wird. Lassen Sie die Küche am besten zu Beginn Ihrer Küchenplanung von einem Profi ausmessen, damit Strom- und Wasseranschlüsse ebenfalls gleich zu Beginn berücksichtigt werden können und das Aufmaß passgenau stimmt. Schließlich legen die Anschlüsse fest, wo Elektrogeräte und Spüle platziert werden müssen. Ein Problem in der kleinen Küche ist oft mangelnder Stauraum. Wer eine kleine Küche kauft, sollte daher vorher überlegen, was eventuell in anderen Räumen oder im Keller ausgelagert werden kann. Beispielsweise können Sie Gefriertruhen oder -schränke besser im Keller unterbringen, Mülleimer für gelbe Säcke finden im Vorratsschrank ihren Platz.

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Die besten Tipps für die kleine Küche:

  • Kleine Küche optisch vergrößern: Helle Farben verleihen dem Raum mehr Licht und lassen kleine Küchen optisch größer wirken. Glänzende Flächen haben denselben Effekt.
  • Ruhe reinbringen: Bringen Sie Ordnung und Ruhe in den Raum und vermeiden Sie offene Regale. Breite Auszüge und grifflose Fronten schaffen ein aufgeräumtes Ambiente. 
  • Auch in der kleinen Küche braucht man genügend Arbeitsfläche. 60 cm sollten es mindestens sein, damit genug Platz zum Gemüse schneiden oder Teig ausrollen vorhanden ist. Nach Möglichkeit sollte die Arbeitsfläche nicht mit Kleingeräten wie Toaster oder Mixer vollgestellt werden. 
  • Tür-Trick: Statt einer normalen Schwingtür stellt eine Schiebetür (z. B. aus Glas) eine gute Option dar, um für Einbauten mehr Platz zu schaffen und für mehr Licht in der Küche zu sorgen.
  • Übereckspüle: Die Spüle ist ein Muss, geht aber auch im Kombiformat: Als Übereckspüle konzipiert lässt sie in jeder Miniküche Platz für mehr Arbeitsfläche. Wenn wenig Platz vorhanden ist, genügt auch eine Spüle ohne Abtropfbecken.
  • Auf eine Kochinsel muss auch in einer kleinen Küche nicht verzichtet werden und das kann sich sogar als positiv erweisen. Stellen Sie die Kochinsel einfach mit einer Seite an die Wand – als „Halbinsel“. So sparen Sie effektiv Platz und gewinnen zusätzlichen Stauraum. Zudem können Sie die Halbinsel mit einer kleinen Theke und zwei Barhockern planen und gewinnen so einen charmanten Essplatz fürs Frühstück oder den Snack zwischendurch.  
  • Um eine kleine Küche optimal einzurichten, spielt auch die Beleuchtung eine große Rolle. Neben einer Deckenleuchte sollten Sie zudem mit LED-Spots oder Unterbauleuchten arbeiten. Das erzeugt nicht nur ein elegantes Ambiente, so sind auch die Arbeitsflächen unter den Oberschränken optimal ausgeleuchtet.  
  • Wenn Sie die bauliche Möglichkeit dazu haben, sollten Sie überlegen, die Küche zum Wohnraum hin zu öffnen. Das schafft einen großzügigeren Eindruck, erfordert aber mehr Ordnung und setzt einen leistungsfähigen Dunstabzug sowie leise Geräte voraus. Eine offene Küche lässt sich auch prima mit einer Theke als Essplatz bestücken, die zusätzlich dort, wo einst die Wand war, platzsparend als Raumtrenner wirkt.

Planung einer kleinen Küche

Die meisten Einrichtungstipps für kleine Küchen beziehen sich auf die Praktikabilität. Aber eine kleine Küche planen bedeutet keineswegs, dass auf individuelle Gestaltungsmöglichkeit verzichtet werden muss. Allerdings sollten auf kleinem Raum alle Details stimmen. Kombinieren Sie beispielsweise weiße Möbel mit pastellfarbenen Wandtönen. Oder setzen Sie mit einer knalligen Farbe einen Akzent. Nur dunkle Farben sind für kleine Küchen tabu. MHK-Küchenprofi Thomas Brühl, Inhaber eines Küchenstudios in Berlin, rät: „Gut geplantes Mobiliar, das Ecken und tote Winkel gekonnt ausnutzt, dazu effektive Technik und eine effektvolle Beleuchtung zaubern Ihnen auch auf engem Raum im Handumdrehen ein tolles Küchenerlebnis!“ 

Platz ist in der kleinsten Küche auch zumeist für eine Sitzgelegenheit, selbst wenn Sie keine Unterbringungsmöglichkeit für einen Tisch finden. Ein Tresen mit Barhockern, der zudem als Arbeitsfläche dient, reicht für das schnelle Frühstück in jedem Fall.

Stauraum in kleinen Küchen schaffen:  

  • Vorhandenen Raum optimal nutzen: Ein Eckschrank, Nischen- oder Apothekerschränke eigenen sich, um die kleinsten Ecken der Küche optimal zu nutzen. Dreh- und Schwenkauszüge sowie Karusselllösungen sind ebenfalls gute Methoden, um in Ecken platzsparend möglichst viel Stauraum zu schaffen. 
  • Bis unter die Decke: Für sehr kleine Küchen sind Hängeschränke ideal. Haben Sie keine Scheu, auch nach oben zu planen und nutzen die Wände bis oben zur Decke voll aus. Das schafft eine Menge Stauraum für Geschirr, Vorräte und Elektrogeräte, die selten zum Einsatz kommen. Damit die Küchenmöbel nicht zu dominant wirken, sollten Sie gerade bei Hängeschränken helle Farben wählen. 
  • Schmale Auszüge: Tabletts, Bleche, Gewürze und andere Utensilien, die man gerne schnell zur Hand hat, verschwinden in schmalen Auszügen. Fragen Sie Ihren Küchenprofi auch nach schmalen Apothekerauszügen für den Unterschrank. So wird jeder Winkel in der Küche genutzt.
  • Ausklappbarer Esstisch: Der geschickt in die Wand integrierte Esstisch sorgt für Raum in der Küche. So lässt sich auch gemeinsam kochen und wenn alles fertig ist, wird die Küche in ein gemütliches Esszimmer verwandelt.
  • Schränke mit Jalousien: Für den Fall, dass der Raum sehr beengt ist, bieten sich Schränke mit Schiebetüren und Rollos oder Oberschränke mit nach oben öffnenden Klappen an. So haben Sie Zugriff auf den Stauraum, ohne dass eine ausgeschwenkte Tür im Weg ist. 

Geräte für eine kleine Küche

Auch bei Geräten lässt sich Platz einsparen. So sind Geschirrspüler in einer Breite von 45 Zentimetern zu haben. Kühlschränke sind in kompakter Größe erhältlich und bieten trotzdem genug Platz für den Single-Einkauf. Kochfelder in einer Breite von nur 45 oder 30 Zentimetern sind ideal für die kleine Küche, wobei letzteres allerdings nur zwei Platten hat und deshalb keine Option für ambitionierte Hobbyköche ist. 

Rund ums Kochen und Backen finden sich weitere vielfältige Möglichkeiten, die sich für kleinere Küchen hervorragend eignen. Die Rede ist von Kompaktgeräten, die oft nur ca. 45 cm hoch sind und die mittlerweile von einer ganzen Reihe von Herstellern angeboten werden. So hat beispielsweise AEG mit der Kompakt-Range eine ganze Produktlinie im Programm, bei der die Geräte in ihren Maßen deutlich kleiner sind, aber in Sachen Komfort und Ausstattung alles bieten, was in der modernen Küche heutzutage verlangt wird.

Weiterer Platz lässt sich sparen, wenn diese Geräte dann in einem speziellen Gerätehochschränke übereinander eingebaut werden. So braucht die Küchenausstattung erheblich weniger Stellfläche. Wenn darüber hinaus auch noch Kombigeräte, wie beispielsweise eine Mikrowelle mit Backfunktion oder ein Backofen mit integriertem Dampfgarer verwendet werden, reduziert sich der Platzbedarf weiter. Ein Beispiel für solche Kombigeräte ist der AEG ProCombi Multidampfgarer, mit dem Sie in nur 44 Litern Garraum Backen, Kochen, Dampfgaren und Grillen können – perfekt für Singles mit kleinen Küchen, die gerne frisch kochen.

Passende Farben für kleine Küchen

Gerade in kleinen Wohnungen oder Apartments ist ausreichend Platz in der Küche oft ein echtes Problem. Selbst mit nur einer Küchenzeile und einem Essplatz wirkt die Küche oft schon überfüllt. Um dem entgegen zu wirken, sollte besonders auf helle Fronten – möglichst aus glänzendem Material oder Glas – gesetzt werden. So wirkt der Raum freundlicher und auch größer. Generell steht Ihnen aber bei Fronten, Griffen und Arbeitsplatten die gleiche Bandbreite an Farben und Materialien zur Verfügung wie es auch bei größeren Küchen der Fall ist. Abgeraten wird davon, die kleine Küche in dunklen Farben zu gestalten. Diese schlucken zu viel Licht und lassen den Raum kleiner wirken. 

Platz sparen können Sie am Esstisch. Denn falls Sie Ihre Küche wirklich nur für den Kaffee am Morgen brauchen, sollten Sie auf eine klassischen Essplatz verzichten. Ein Klapptisch eignet sich dafür ebenso gut und lässt sich zudem platzsparend wegklappen. Generell ist es immer praktisch, einen Tisch in der Küche zu haben, gerade, wenn wenig Arbeitsfläche vorhanden ist. Eine weitere Möglichkeit ist ein Ausziehtisch, der sich im Unterschrank der Küche befindet und einfach wie ein normaler Auszug herausgezogen wird. Nach der Nutzung wird er einfach wieder in die Schublade geschoben und weg ist der Tisch.

Miniküchen

Noch kleiner und kompakter sind sogenannte Miniküchen, die im Handel auch unter der Bezeichnung Pantryküche angeboten werden. Sie vereinen meist Spüle, Kochfeld und Kühlschrank mit Gefrierfach in einem Unterschrank. Somit sind die essentiellen Küchenfunktionen in einem einzigen Möbelstück untergebracht.

Gourmetgerichte lassen sich mit einer solchen Küche zwar eher nicht zaubern, aber für eine schnelle Mahlzeit ohne großen Aufwand reicht diese Grundküche allemal. Viele möblierte Einzimmerapartments sind mit solchen Miniküchen ausgestattet, und auch für extrem kleine Wohnung bietet sich eine solche Miniküche an. Was diesen Küchen allerdings gänzlich fehlt ist Stauraum. Hier bieten sich Vitrinen oder offene Regale als Stauraum an, die den Raum weniger voll erscheinen lassen als ein Schrank.

Eine Sondervariante der Miniküche sind Schrankküchen, bei denen die Küche komplett in einer Schrankwand montiert ist. Sobald die Tür der Schrankküche geschlossen wird, ist die Küche von außen als solche nicht mehr erkennbar. Schrankküchen werden im Wohnbereich eher selten genutzt, dafür sind sie in Büros weit verbreitet.

Häufige Fragen zu kleinen Küchen

Um eine kleine Küche größer wirken zu lassen, sollten Sie bei der Planung auf offene Regale verzichten. Diese sorgen nur für Unruhe. Außerdem sollten die Auszüge möglichst breit geplant werden, damit die Küche nicht zu kleinteilig wirkt. Eine weitere Möglichkeit, Raum zu sparen, ist die Küchentür. Wenn man die normale Tür durch eine Glasschiebetür ersetzt, spart man nicht nur Platz, sondern sorgt gleichzeitig für mehr Licht in der Küche. 

Generell gilt: Für eine kleine Küche haben Sie die gleiche Auswahl an Farben und Materialien wie für eine große Küche. Allerdings wird geraten, helle Farben und reflektierende Materialien (Hochglanz, Glas, etc.) zu wählen, da diese die Küche größer erscheinen lassen. Dunkle Farben können einen Raum schnell gedrungen wirken lassen. 

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