Ratgeber

Küche im Neubau: Zehn goldene Regeln für Bauherren

Neues Haus, neue Küche! Die Küche ist ein wichtiger Ort im eigenen Heim, der eine sorgfältige Planung benötigt. Von der Raumgestaltung, der Materialauswahl bis zur Beleuchtung – bei der Küche im Neubau gibt es viel zu beachten. Letzten Endes soll die Küche funktional sein, aber trotzdem optisch ansprechend. Schließlich nutzen wir unsere Küche durchschnittlich zehn bis 15 Jahre lang, bevor wir uns eine neue zulegen. Damit Sie Ihren Küchenkauf nicht nachträglich bereuen und sich lange an ihr erfreuen können, haben wir Ihnen ein paar Tipps und Tricks von Küchenprofis zusammengestellt.

1. Anforderungen klären

Überlegen Sie genau und realistisch, wie Sie die Küche nutzen werden. Dies beginnt mit der Anzahl der regelmäßigen Küchennutzer. Eine Singleküche muss andere Anforderungen erfüllen als eine Küche in einem Mehrgenerationenhaushalt. Nutzen ältere Menschen die Küche oder muss die Küche besonders kinderfreundlich sein? Wägen Sie auch ehrlich das Koch- und Putzverhalten der Familie ab. Kochen Sie gemeinsam oder eher allein? Kochen Sie sehr aufwendig, sodass das Kochvergnügen häufig einen Putzmarathon nach sich zieht? Oder kochen Sie eher minimalistisch? Ist die Küche der zentrale Ort des Familienlebens oder nur Mittel zum Zweck? Oder haben Sie häufig Gäste und die Küche soll somit auch einen repräsentativen Zweck erfüllen?

2. Budget festlegen

Legen Sie ein Budget fest, innerhalb dessen Sie sich bewegen. Bedenken Sie aber, dass ein Küchenleben in der Regel zehn bis 15 Jahre, oftmals sogar länger währt. Sparen Sie also nicht an den falschen Stellen. Man sollte auch ernsthaft in Erwägung ziehen, das Budget flexibler zu gestalten, indem man eine Teil- oder Vollfinanzierung einplant. Die meisten Küchenstudios bieten allesamt attraktive Finanzierungspakete mit sehr günstigen Zinsen, langen Laufzeiten und somit überschaubaren Raten an. Wir bieten Ihnen sogar eine 0-%-Finanzierung für Ihre Küche an.

3. Gewünschten Stil festlegen

Im nächsten Schritt sollten Sie überlegen, welchen Stil Sie bevorzugen und welche optischen und funktionalen Anforderungen Sie an Ihre künftige Küche stellen. Es gibt unzählig viele Designmöglichkeiten und Funktionen, überlegen Sie, worauf Sie keinesfalls verzichten möchten. Bevorzugen Sie eine Holzküche oder lieber eine moderne Küche? Soll es eine Designerküche sein oder denken Sie an etwas Praktisches, das auch noch kinderfreundlich ist? Bedenken Sie dabei auch das Thema Ergonomie. 

4. Grundriss aufzeichnen

Bevor es zum Küchenplaner geht, sollen Sie Ihre Küche ausmessen und im Idealfall eine grobe Grundrissskizze inklusive Lage der Heizkörper, Türen und Fenster zeichnen. Damit fällt es Ihnen und Ihrem Küchenprofi leichter, einen ersten Aufriss anzufertigen. So kann auf verschiedene Bedürfnisse und bauliche Vorgaben geachtet werden, damit Sie den Raum wirklich sinnvoll nutzen können. 

5. Küchenform wählen

Je nach Geschmack und vorhandenem Raum können Sie zwischen verschiedenen Küchenformen wählen. Ob eine ein- oder zweizeilige Küche, eine L-, u- oder g-förmige Küche oder eine Lösung mit Kochinsel – holen Sie sich Anregungen ein und lassen Sie den Profi Vorschläge aufzeigen, die sich in der Praxis bewährt haben. Er verfügt in der Regel über langjähriges Know-how.

6. Geräteausstattung festlegen

Ein großer Kostenfaktoren sind die Einbaugeräte und die Spüle. Hier dient Ihnen der erste Punkt dieses Leitfadens als Anhaltspunkt, das Nutzungsverhalten in Ihrer zukünftigen Küche zu überdenken. Gehen Sie öfter einkaufen oder machen Sie einen Wocheneinkauf? Frieren Sie viel ein? Wie viel Platz brauchen Sie demzufolge im Kühlschrank und der Tiefkühltruhe? Backen Sie häufig? Ist es vielleicht sinnvoll, den Ofen auf Augenhöhe anzubringen? Welche Funktionen erleichtern Ihnen das Leben und auf welche Spielereien können Sie getrost verzichten? Lassen Sie sich im Küchenstudio auch unbedingt über die Effizienzklassen der Geräte aufklären. Hier können Sie nämlich durch die Wahl sehr sparsamer Geräte langfristig einen großen Teil der Betriebskosten einsparen und handeln zudem umweltbewusst.

7. Bloß kein Schnellschuss-Kauf

Nehmen Sie zum Beratungstermin die Grundrissskizze mit und planen Sie ausreichend Zeit ein. Ein Gespräch mit einem fachkundigen Küchenplaner dauert durchaus zwei Stunden oder länger. Der Küchenprofi klärt zusammenfassend alle Anforderungen, Wünsche und Vorlieben mit Ihnen ab und erstellt anhand dessen ein Erstangebot. Zögern Sie nicht, bei Unklarheiten nachzuhaken. Lassen Sie sich im Zweifelsfall ein Alternativangebot erstellen, um besser vergleichen zu können. Nehmen Sie sich Zeit und entscheiden Sie sich in Ruhe für den plausibelsten Vorschlag. Dieser stellt auch die Grundlage dar, um den Preis der Küche kritisch zu durchleuchten und bei drohender Budgetüberschreitung eventuell auf den einen oder anderen Posten zu verzichten.

Checkliste für den Küchenkauf

Basierend auf den Tipps für Bauherren für die Küchenplanung ergibt sich folgende Zehn-Punkte-Checkliste, die Sie immer dabeihaben sollten, wenn Sie während Ihrer „Projektphase“ in Sachen Küche unterwegs sind. 

  1. Musterbeispiele sammeln und eigene Bedürfnisse klären
  2. Küchenmaß nehmen
  3. Anschlüsse für Strom, Wasser und Gas lokalisieren
  4. Budget festlegen
  5. Design und Funktionalität in Einklang bringen
  6. Küchenform bestimmen
  7. Technische Basis- und Zusatzfunktionen klären
  8. Ausführliche Beratung vom Fachmann
  9. Wer kümmert sich um Boden- und Fliesenleger sowie andere Gewerke?
  10. Angebote mit Zeitplan einholen und besprechen

Kühlen Kopf beim Küchenkauf 

Häufige Fehler beim Küchenkauf lassen sich auf zu wenig Fachkenntnisse und zu voreilige Entschlüsse zurückführen. Nehmen Sie sich wirklich die Zeit für eine ausführliche Beratung, denn der Fachmann hat oft noch wichtige Tipps für Ihre individuelle Situation, auf die Sie von selbst nicht gekommen wären. MHK-Küchenprofi Claudia Frey, Inhaberin eines Küchenstudios in Kandel, erklärt: „Als professionelle Küchenplanerin aus Leidenschaft weiß ich, was alles beachtet werden muss bei einer Küchenplanung. Die ergonomisch sinnvollen Arbeitswege beispielsweise werden oft stiefmütterlich behandelt. Auch die Beleuchtung und die richtige Farbauswahl sind wesentliche Faktoren, die eine Küche erst zu einer wahren Traumküche machen.“ Lassen Sie sich also ausgiebig beraten und holen Sie sich fachmännische Unterstützung bei der Planung Ihrer Traumküche.

Häufige Fragen zur Küche im Neubau

Das hängt von der Größe und der Ausstattung ab. Im Schnitt geben die Deutschen 6.500 Euro für eine neue Küche aus. Die Grundausstattung, bestehend aus Spüle, Herd, Dunstabzug, Kühlschrank und den nötigsten Schränken, kann deutlich günstiger sein, während die Preise für Premium-Küchen mit vielen Extras und Geräten der neuesten Generation nach oben quasi offen sind.

So früh wie möglich! Sobald der Grundriss der neuen Immobilie steht, sollte mit der Planung begonnen werden. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie , was die Platzierung der Strom- und Wasseranschlüsse angeht, noch völlig freie Hand. Idealerweise planen Sie die Küche parallel zum Rest des Hauses. Damit die Traumküche rechtzeitig zum Einzug fertig montiert und einsatzbereit ist, sollten Sie genügend Zeit einkalkulieren. Von der ersten Skizze bis zur aufgebauten Küche können durchaus einige Monate vergehen. Wenn Sie die Küche im Küchenstudio planen, wird man Ihnen dort gerne Handwerker wie Elektriker oder Fliesenleger empfehlen, die sich um die Vorarbeiten für Ihre neue Küche kümmern.

Grundsätzlich kann man die Finanzierung der Küche mit in den Immobilienkredit aufnehmen. Das bietet sich an, wenn die Zinsen einer separaten Küchenfinanzierung höher sind als die des Hauskredits. Daher sollten Sie vorab die Konditionen vergleichen. Beim Kauf einer Küche in einem über MHK Kueche.de vermittelten Küchenstudio erhalten Sie auf Wunsch eine 0-%-Finanzierung bei einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten. Immobilienkäufer haben darüber hinaus die Möglichkeit, die Grunderwerbssteuer drücken, indem sie den Preis für die Einbauküche separat begleichen, wodurch sich der Gesamtpreis reduziert. Das kann allerdings bedeuten, dass sich der Kredit verteuert, denn der verlangte Zins bemisst sich daran, wie hoch der Kredit im Verhältnis zu dem von der Bank errechneten Immobilienwert ist.

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